Rund ums Haus
Im April 2011
Heute noch einen kurzen Bericht, wie es im Moment um unser Haus herum ausschaut.
Für die Jahreszeit eigentlich sehr grün, letztes Jahr um diese Zeit war alles dürr und es hat schon einige Male gebrannt, dieses Jahr noch nie. Ich bin froh darüber, denn bei jedem Brand ergaben sich nur Probleme. Aschereste überall, wie bei Konfetti nach der Fasnacht, findet man auch noch lange Zeit danach überall. Und mindestens einmal pro Feuer war irgendeine Leitung durchgeschmort, sei es Internet, Telefon oder gar Strom.
Bei uns wächst im Moment so praktisch alles was wir gesetzt haben. Bananen die Früchte hervor bringen, Papayas die Früchte tragen, Tomaten, Salat, Chili, Auberginen, und es blüht immer etwas. Auch meine Orchideen sind immer am blühen, nie alle zur gleichen Zeit, aber schön eine nach der anderen.
Mit dem Gemüse hören wir auf. Es hat sich gezeigt, dass wir selbst wenig brauchen, und das meiste gestohlen wird. Thais haben da eine eigene Mentalität. Was ich mitnehmen kann, nehme ich mit. Dies kann ich immer wieder beobachten bei den verschiedensten Gelegenheiten. Ein Unrechtsbewusstsein scheint hier praktisch nicht vorhanden zu sein. Und nur, damit mir alle Nachbarn das Gemüse mopsen, baue ich das nicht mehr an.
Demnächst gibt es nur noch Bananen, Papayas, und sonstige hochwachsende Bäume und Stauden und Blumen. Die klauen sie zwar auch, aber nicht alle Arten. Und dann pflanze ich eben solche an. Wenn die Nachbarn mindestens fragen würden, wäre das für mich ok. Aber auch das gehört in das Reich der Träume, nicht fragen, nehmen. Hinter dem Haus hat eine weitere Nachbarin etwas gerodet und Gemüse gepflanzt.
Da wird auch immer fleissig geerntet von Leuten, die nichts tun, nicht giessen, jäten und so. Nur ernten. Stören tut mich das nicht allzu sehr, aber ich will es nicht noch unterstützen. Aber trotz allem, die Umgebung ist schön geworden, ich wische die Strasse in unserem Bereich und hebe Abfall, meistens Plastiktüten, auf und entsorge sie. Mit dem sauber halten der Umgebung aber haben sie noch echt Mühe, ist aber hier in unserem Bezirk beinahe überall so. Wegschmeissen, was stört mich das. Und dementsprechend sieht es hier überall aus.
Aber vielleicht irgendwann erkennen einige doch, dass Sauberkeit nicht nur schön ist, sondern ganz praktische Vorteile bringt. Weniger Ratten, die letzte bei mir habe ich vor etwa einem Jahr gesehen, bei den Nachbarn sieht man immer wieder welche. Und auch immer wieder mal eine Schlange. Dass dies mit Ratten in unmittelbarem Zusammenhang steht, glauben die Leute aber nicht. Nur fürchten sie sich davor, und glauben auch nicht, wenn ich sage, dass Schlangen fliehen, wenn sie können, man muss nur stark auftreten so dass sie Erschütterungen wahrnehmen und weg sind sie. Dass ist nicht möglich, hör ich dann. Na ja, lassen wir sie halt .
