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Sonntag, 20.05.2012

Umbau in unserem Haus, anfangs Dezember 2010

05.12.2010

Wir haben beschlossen, unsere Strategie in Bezug auf Bauen etwas zu ändern. Wir möchten Land kaufen, aber nicht unbedingt dort auch Bauen und wohnen. Die Gründe dazu sind vielfältig. Wohnt man hier etwas abgelegen, fehlen einem Nachbarn, die bei Abwesenheit aufs Haus aufpassen. Auch ist Land, das voll erschlossen ist, ich meine damit, Strom, Telefon und Wasser, ist hier doch relativ teuer. Geht man etwas weiter weg von der Stadt und sucht Land, dass im Moment noch nicht komplett erschlossen ist, findet man dies günstiger. Und das wollen wir nun so machen. Das Land möchte ich vor allem als Garten benutzen und höchstens mit einer kleinen Hütte und einem gebrauchten Seecontainer als gut abschliessbares Lager beginnen. Wasser kann man selbst fördern, zum giessen und duschen ist das allemal gut genug. Und Strom ist beinahe überall erhältlich. Und mehr brauchen wir im Moment nicht.

Deshalb haben wir beschlossen, das jetzige Haus etwas aus zubauen und einige Sachen zu verbessern. Als erstes haben wir nun in unserem Vorhof so eine Art von Wintergarten eingebaut. Gegen das Nachbarhaus mit einer Mauer abgetrennt und mittels Glasbausteinen für die notwendige Helligkeit gesorgt. Den Eingang mit einer doppeltürigen Glastür und die Fenster ganz Thaistyle Glas mit Kippvorrichtung ausgestattet. Dazu alles neu mit Fliesen verlegt und bei der Gelegenheit noch einen neuen Wassertank eingebaut mit Wasseranschlüssen, die sich nun, ohne jedes Mal alle Rohre abzuschneiden, problemlos trennen lassen. Und dazu jede Menge Zwischenhahnen, damit man bei Bedarf das Wasser Punktgenau abstellen kann.
Und wir haben das Glück gehabt, das unser direktes Nachbarhaus frei und uns zur Miete angeboten wurde. Wir haben das Angebot angenommen, weil wir bis jetzt doch ein Haus in der Siedlung gemietet hatten um unsere Sachen aus der Schweiz zu lagern. Das neue Mietshaus ist relativ schön, wurde noch etwa renoviert und wir haben selbst noch etwas daran gemacht. So haben wir nun gute Nachbarn und haben das Ganze mit unseren Möbeln aus der Schweiz möbliert und ein Gästehaus daraus gemacht. Sieht gut aus und ist eingerichtet mit Schlafzimmern, grosse Stube, zwei Toiletten und zwei Duschen und einer Küche, sowie einem gedeckten Vorhof.

Wir haben dabei einen wirklich guten Handwerker gefunden, der zusammen mit seiner Frau arbeitet und sehr saubere und gute Arbeit abliefert. Er arbeitet genau und ändert auch schon mal etwas, wenn es nicht aufs erste Mal klappt, was hier eher die Ausnahme ist. Meistens werden solche Mängel überdeckt und einfach nicht zur Kenntnis genommen. Und seine Preise sind sehr human, beinahe schon zu günstig. Wir entlohnen aber gute Arbeit generell grosszügig und hier hat es sich bis jetzt voll ausbezahlt. Er ist ein Allrounder, ist aber auch bereit zu lernen, ich habe ihm ein paar Tricks gezeigt, die er nicht kannte, aber sofort verstand und übernahm. Er wird uns als nächstes das untere Bad, Toilette und die Küche ändern, hier  will ich die Abwasserleitungen neu im Boden verlegen, damit danach alles Abwasser, mit Ausnahme der Toiletten, in die öffentliche Kanalisation abläuft. Den Anschluss dazu habe ich ja in einem früheren Bericht beschrieben.

Danach wird noch das Wohnzimmer neu gefliest und einige Arbeiten an den Dächern machen, so dass danach hoffentlich nirgendwo mehr Wasser reinläuft bei heftigem Regen. Dazu gehören auch noch das Dach des Mietshauses, hier vor allem das Vordach, welches so abgeändert werden muss, damit nichts in die auf beiden Seiten angrenzenden Vorhöfe rinnt. Das bezahlt aber die Vermieterin. Wir konnten sie überzeugen, dass ein gepflegtes Haus länger hält und auch nicht an Wert verliert. Ab und zu etwas renovieren erhält die Bausubstanz. Ist hier zwar schwer zu vermitteln, sie hat es aber begriffen.
Also man sieht, wir haben zu tun, aber das hält uns im Schwung.

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