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Sonntag, 20.05.2012

Reise nach Phuket

03.02.2010

Ende Januar unternahmen wir eine Reise nach Phuket. Pratuang hatte dort ein Treffen mit einer Bekannten, die ein Fest organisierte, an welchem sie teilnehmen wollte.

Für mich war das gerade recht um das neue Navigationsgerät zu testen. Also zuerst habe ich das Gerät programmiert mit dem Ziel, worauf ich Informationen bekam, dass die Strecke 930 km betrage und die Fahrzeit 10 Stunden und 5 Minuten. 

Am Abend vor der Abfahrt rief noch mein Schwager an und meinte, es sei aus seiner Sicht etwas problematisch, wenn wir da runter fahren würden und die Gegend nicht kennen. Ich sagte, dass genau deshalb ich ja ein Navi gekauft habe und kein Problem sehe. Pratuang meinte darauf hin, dass wir ihn mitnehmen sollten, wenn nicht als Lotse, so doch als Ersatzfahrer, wenn ich müde würde oder mal keine Lust zum Fahren hätte. Das war für mich kein Problem und so machten wir ab, am nächsten Morgen um 05:00 Uhr abzufahren. 

Wir holten den Schwager ab und um 05:30 Uhr waren wir dann auf dem Weg nach Phuket. Auf dieser Strecke durchquerten wir elf Provinzen. Also es ging los in Chachoengsao. Von dort auf den Motorway durch Samut Prakan hinein nach Bangkok, allerdings über die Stadt, dies auf den Hochstrassen, so dass Bangkok problemlos durchquert werden konnte. Anschliessend fuhren wir in die Provinz Samut Sakhom, eine eher kleine Provinz in Thailand. Daran schloss sich dann Samut Songkhram an, die zweitkleinste Provinz. Danach folgte Petchaburi gefolgt von Prachuap Khiri Khan. Hier ist die bekannteste und wichtigste Stadt Hua Hin, wo auch ein Sommerpalast des thailändischen Königshauses steht. 

Anschliessend durchquerten wir die Provinz Chumphon und trafen dann in der Provinz Surat Thani ein. Bekannt vor allem wegen der Insel Ko Samui, die eine der bekanntesten Inseln Thailands ist. Nach dem Durchqueren von Surat Thani erreichten wir Phangnga, vor allem bekannt wegen der Kalksteininseln, mit den aus dem James Bond Film "der Mann mit dem goldenen Colt" bekannt gewordenen typischen Kalksteinfelsen. Und dann erreichten wir die Insel Phuket über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Kurz nach dem Überqueren folgte der Checkpoint Phuket, und danach begann der letzte Abschnitt der Reise. Und das Navi führte uns bis hierhin ohne ein einziges Problem, gut verständlich gesprochen und sehr gut ersichtlich auf dem Display. 

Jetzt musste es nur noch unser Ziel, welches ich eingegeben hatte, finden, und dann würde ich sehr zufrieden sein. Und es brachte uns auf den Punkt zum Ziel. Die Zeit, es war jetzt 16:30, also hatten wir 11 Stunden gebraucht, davon waren 3 Stopps mit etwa total einer Stunde. Die reine Fahrzeit war also wie berechnet, 10 Stunden, und alles habe ich abgefahren. Auf dem gesamten Weg sind wir nur an einen Unfall heran gefahren. Ein Farang (Ausländer) mit einem schweren Motorrad, der, so sah es zumindest aus, diesen nicht überlebt hat. Das ist dann jeweils ein Moment, wo ich schon sagen muss, „jai jen“ (ruhig bleiben), Niggi, nimm dir Zeit beim fahren hier, und nicht aufregen und ärgern, sondern ruhig und konzentriert bleiben. 

Dazu ist zu sagen, dass Motorrad fahren in Thailand sehr gefährlich ist. Zum einen die aus der Sicht von uns Ausländern nur sehr rudimentär vorhandene Verkehrsdisziplin der Einheimischen, obwohl natürlich Verkehrsregeln existieren, zum anderen die teilweisen schlechten Strassen, überladene Lastwagen und rasende Busse, und zudem wird hier links gefahren, was dann für Ausländer erschwerend dazu kommt. Dazu sieht man nebst den Einheimischen, die zum überwiegenden Teil ohne Helm fahren, auch sehr viele Touristen, die hier im Urlaub sofort die Unsitte des Fahrens ohne Helm übernehmen, und auf den Motorrädern, die nicht plombiert sind, eine 110ccm Maschine macht da ohne Probleme 100 bis 115 Sachen, rumkurven und das Ganze doch sehr unterschätzen.

 Auch sind die gemieteten Roller nicht immer in bestem Zustand, dass scheint aber die Leute dann nicht zu stören.Ok, jetzt war ich etwas geschafft und wollte etwas ausruhen. Das war aber noch nicht möglich, denn zuerst wurde die bekannte von Pratuang besucht, da wurde dann geplaudert und dabei beinahe die Zeit vergessen. Ich drängte dann darauf, jetzt ein Hotel zu suchen, damit ich mich lang legen könnte. Ich stellte mir vor, ein gemütliches kleines Hotel mit guter Küche und für den Morgen mit einer guten Kaffeestube. Man brachte uns aber in ein Appartement, zwar sauber und ruhig, aber nichts mit Essen und Kaffee. Ich mochte aber nicht mehr meckern und so nahmen wir dieses Zimmer. Ich sofort unter die Dusche und danach lang hingelegt und sofort eingeschlafen. 

Am nächsten Morgen erwachte ich mit Rückenschmerzen. War es die Matratze oder hatte ich einen Hexenschuss? Ich weiss es nicht, fühlte mich aber schlecht und so wollte ich nichts unternehmen. Pratuang nahm an dem Fest teil, welches sich von Donnerstagabend bis Samstagabend erstreckte. Wir beschlossen aber, bereits am Samstagmorgen wieder nach Hause zu fahren, da ich mich nicht gut fühlte. Die erste Etappe fuhr dann mein Schwager. Nach etwa 250 km löste ich ihn ab und die letzten 200 km fuhr er wieder. Das war ganz angenehm und ich konnte etwas fotografieren während der Fahrt. Abends um 20:00 Uhr waren wir dann wieder zu Hause. Unsere beiden Hunde flippten beinahe aus, als wir ankamen, und wollten gar nicht von unserer Seite weichen. Die Reise als solche war gelungen, 2000 km in 3 Tagen, für Thailand nicht viel, für mich schon. Aber alles hat durchgehalten, wir, der Wagen und das Navi.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Provinzen_Thailands
auf dieser Seite könnt ihr viel über alle Provinzen Thailands mal nachlesen, mit interessanten Informationen über jede einzelne Provinz. 

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