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Sonntag, 20.05.2012

Tagebuch Archiv «2010»

Tam Boon Thanon

Tam Boon Thanon

26.12.2010

Wenn in Thailand etwas erledigt worden ist, sei es ein Hausbau, ein Geschäft, ein Autokauf oder eben wie in diesem Fall eine Strasse, so wird zum Dank dafür ein Tam Boon abgehalten.

Tam Boon bedeutet „etwas Gutes tun“ hier also man bedankt sich, dass die Strasse gebaut wurde. Zur Geschichte der Strasse habe ich ja schon öfters geschrieben. Als die kleine Siedlung gebaut wurde vor etwa 15 Jahren, wurden eben nur die Häuser gebaut, Strom, Telefon und Wasserleitungen verlegt und fertig. Die Strasse bestand nur aus einer dünnen Kiesschicht die immer dünner wurde und verwilderte und eine Abwasserleitung gab es ebenfalls nicht. Nachdem wir 2007 das Haus gekauft hatten und begannen, es zu renovieren, war klar, das Fehlende muss noch organisiert werden. Im Jahr 2008 sprachen wir zum ersten Mal auf der Gemeinde vor, zeigten denen, was wir schon selbst gemacht hatten und fragten höflich an, ob sie den Rest, eine befestigte Strasse und Abwasserleitungen bauen würden. Mit grossen Worten und beeindruckt, von unseren freiwilligen Leistungen an der Strasse versprach man uns, man kümmere sich im 2009 darum. Das Jahr 2009 verging ohne dass etwas geschah. Nachbarn erzählten uns, dass sie schon öfters vergeblich sich darum bemüht hätten in der Vergangenheit. Aber aufgeben, nein eher nicht, dachten wir zwei uns. Wir insistierten weiter und anfangs dieses Jahres kamen ein paar Vermesser vorbei und nahmen Mass an der Strasse. Wir erkundigten uns, ob es vorangehe mit dem Projekt. Ja, man denke, im Oktober könnte was geschehen.

Und dann begann der Bau ja sehr schnell schon im Mai 2010. Ein Behördenvertreter erklärte den Nachbarn, dass die Strasse nun gebaut würde, auf Grund unseres Engagements und unseres Einsatzes. Zum Schluss haben ja nun alle Nachbarn davon profitiert, auch die wenigen, die zuerst eher böse waren, weil die Gemeinde erst etwas unternommen hat, als wir Zugezogenen darum gebeten hatten. Es wurde dann darauf hin beschlossen, nach Beendigung der Arbeiten ein Tam Boon Thanon (Thanon heisst Strasse) zu machen. Mit den Mönchen des Tempels, welcher sich in unmittelbarer Umgebung von uns befindet, wurde dann ein Datum gesucht, das allen Umständen entsprach, die gut waren für ein gelungenes Dankfest. Und es wurde dann der 26.Dezember festgelegt. Also begannen die Vorbereitungen anfangs Dezember. Ein Zelt organisieren, Spenden sammeln, denn wir wollten nicht alles aus eigenem Sack bezahlen. Helfer suchen, usw.
 
Geldspenden werden gesammelt für den Tempel und die Mönche. Das Geld für den Tempel wird demonstrativ an einen Spendenbaum gehängt, damit jeder sehen kann, was und wie viel für den Tempel gespendet wurde. Und dieses Geld müssen die Mönche dann auch für den Tempel verwenden. Spenden an die Mönche direkt werden in einem Briefumschlag übergeben. Diese Spende darf der Mönch dann für sich behalten. Spenden sammeln, das ist gar nicht so einfach. Sicher sind die Leute hier nicht reich, aber wenn man sieht, für was sie Geld ausgeben oder wenn man hört, wie sie „prahlen“ und dann die Spende sieht, na ja. Aber es sind hier nicht alle so. Es gab auch dicke Überraschungen, eine unserer Nachbarinnen, mit der wir öfters „Probleme“ hatten, spendete für ihre Verhältnisse sehr grosszügig und machte mit. Wenn das so bleibt, ist unsere Umgebung um ein positives Beispiel reicher. Auch zwei andere Nachbarn waren sehr generös. Und der Rest hat eben so viel gegeben, wie sie konnten oder mussten.

Am Sonntagmorgen wurde dann das Zelt vorbereitet, Essen gekocht, alles schön hergerichtet und alles auf Hochglanz poliert. Nach der Ankunft der Mönche begann dann die Zeremonie mit dem typischen „chanting“ der Mönche, gesungene Gebete, die von den Anwohnern im Wechsel mit gebetet wurden. Anschliessend wurde das Essen aufgetragen, wir hatten natürlich vorher gefragt, was sie gerne haben. Und die meisten Nachbarn haben selbst gekocht und diese Mahlzeiten dann gebracht, so dass ein reichliches mehrgängiges Essen aufgefahren werden konnte. Nachdem die Mönche gegessen hatten, wurden die Spenden übergeben und zum Abschluss segnete der „höchste“ anwesende Mönch die neue Strasse um sie vor allem Unbill zu schützen. Ich hoffe natürlich, dass es hilft, brauchen kann man das immer. Nachdem die Mönche dann wieder abgefahren sind, begann für alle anwesenden Nachbarn ein grosses Festessen. Es waren natürlich genug Speisen da, dafür hat man schon gesorgt. Ich hoffe nun natürlich, dass wir hier weiterhin friedlich zusammen leben können, was dann ein Erfolg wäre. Noch zum besseren Verständnis. Man hört immer wieder von Bettelmönchen, die Speisen einsammeln oder denen Speisen dargereicht werden wie heute auf dem Tam Boon. Das ist aber kein Betteln, sondern es ist für die Menschen, die etwas geben, eine Ehre und sie erhoffen sich dadurch den Erhalt von Gnade und Glück.
 
Wir kennen ja das Sprichwort, „Geben ist seliger denn Nehmen) und genau so ist es hier. Und auch bei uns wird mehr oder weniger alles gesegnet, also gar kein so grosser Unterschied zwischen den zwei Religionen.

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Umbau in unserem Haus, anfangs Dezember 2010

Umbau in unserem Haus, anfangs Dezember 2010

05.12.2010

Wir haben beschlossen, unsere Strategie in Bezug auf Bauen etwas zu ändern. Wir möchten Land kaufen, aber nicht unbedingt dort auch Bauen und wohnen. Die Gründe dazu sind vielfältig. Wohnt man hier etwas abgelegen, fehlen einem Nachbarn, die bei Abwesenheit aufs Haus aufpassen. Auch ist Land, das voll erschlossen ist, ich meine damit, Strom, Telefon und Wasser, ist hier doch relativ teuer. Geht man etwas weiter weg von der Stadt und sucht Land, dass im Moment noch nicht komplett erschlossen ist, findet man dies günstiger. Und das wollen wir nun so machen. Das Land möchte ich vor allem als Garten benutzen und höchstens mit einer kleinen Hütte und einem gebrauchten Seecontainer als gut abschliessbares Lager beginnen. Wasser kann man selbst fördern, zum giessen und duschen ist das allemal gut genug. Und Strom ist beinahe überall erhältlich. Und mehr brauchen wir im Moment nicht.

Deshalb haben wir beschlossen, das jetzige Haus etwas aus zubauen und einige Sachen zu verbessern. Als erstes haben wir nun in unserem Vorhof so eine Art von Wintergarten eingebaut. Gegen das Nachbarhaus mit einer Mauer abgetrennt und mittels Glasbausteinen für die notwendige Helligkeit gesorgt. Den Eingang mit einer doppeltürigen Glastür und die Fenster ganz Thaistyle Glas mit Kippvorrichtung ausgestattet. Dazu alles neu mit Fliesen verlegt und bei der Gelegenheit noch einen neuen Wassertank eingebaut mit Wasseranschlüssen, die sich nun, ohne jedes Mal alle Rohre abzuschneiden, problemlos trennen lassen. Und dazu jede Menge Zwischenhahnen, damit man bei Bedarf das Wasser Punktgenau abstellen kann.
Und wir haben das Glück gehabt, das unser direktes Nachbarhaus frei und uns zur Miete angeboten wurde. Wir haben das Angebot angenommen, weil wir bis jetzt doch ein Haus in der Siedlung gemietet hatten um unsere Sachen aus der Schweiz zu lagern. Das neue Mietshaus ist relativ schön, wurde noch etwa renoviert und wir haben selbst noch etwas daran gemacht. So haben wir nun gute Nachbarn und haben das Ganze mit unseren Möbeln aus der Schweiz möbliert und ein Gästehaus daraus gemacht. Sieht gut aus und ist eingerichtet mit Schlafzimmern, grosse Stube, zwei Toiletten und zwei Duschen und einer Küche, sowie einem gedeckten Vorhof.

Wir haben dabei einen wirklich guten Handwerker gefunden, der zusammen mit seiner Frau arbeitet und sehr saubere und gute Arbeit abliefert. Er arbeitet genau und ändert auch schon mal etwas, wenn es nicht aufs erste Mal klappt, was hier eher die Ausnahme ist. Meistens werden solche Mängel überdeckt und einfach nicht zur Kenntnis genommen. Und seine Preise sind sehr human, beinahe schon zu günstig. Wir entlohnen aber gute Arbeit generell grosszügig und hier hat es sich bis jetzt voll ausbezahlt. Er ist ein Allrounder, ist aber auch bereit zu lernen, ich habe ihm ein paar Tricks gezeigt, die er nicht kannte, aber sofort verstand und übernahm. Er wird uns als nächstes das untere Bad, Toilette und die Küche ändern, hier  will ich die Abwasserleitungen neu im Boden verlegen, damit danach alles Abwasser, mit Ausnahme der Toiletten, in die öffentliche Kanalisation abläuft. Den Anschluss dazu habe ich ja in einem früheren Bericht beschrieben.

Danach wird noch das Wohnzimmer neu gefliest und einige Arbeiten an den Dächern machen, so dass danach hoffentlich nirgendwo mehr Wasser reinläuft bei heftigem Regen. Dazu gehören auch noch das Dach des Mietshauses, hier vor allem das Vordach, welches so abgeändert werden muss, damit nichts in die auf beiden Seiten angrenzenden Vorhöfe rinnt. Das bezahlt aber die Vermieterin. Wir konnten sie überzeugen, dass ein gepflegtes Haus länger hält und auch nicht an Wert verliert. Ab und zu etwas renovieren erhält die Bausubstanz. Ist hier zwar schwer zu vermitteln, sie hat es aber begriffen.
Also man sieht, wir haben zu tun, aber das hält uns im Schwung.

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Besuch in der Ancient City (Muang Boran)

Besuch in der Ancient City (Muang Boran)

05.11.2010

Wie versprochen berichte ich nun über unseren Besuch in der Ancient City in der Provinz Samut Prakan. Hier wird den Besuchern in Miniaturform sehr viel aus ganz Thailand gezeigt. Das Gelände selbst hat die Form der Grenzen von Thailand. Mehr als 100 der bedeutensten Bauwerke Thailands sind hier in kleinerem Massstab auf dem etwa 80 Hektar grossen Areal nachgebaut die Bauwerke stehen an ihrer geografisch korrekten Position. Wir sind also am Morgen aufgebrochen um uns dieses Freilichtmuseum anzusehen. Nachdem uns mein Navy problemlos zum Eingang gelotst hatte,und wir trotz Regenzeit einen herrlich sonnigen Tag erwischten, überlegten wir uns, ob wir mit Velos oder mit Golfwagen den Park besichtigen sollten. Die Grösse des Areals macht es notwendig, eines der beiden Fortbewegungsmittel zu nehmen.  Sonst reicht die Zeit einfach nicht, möglichst viel zu sehen. Wir entschieden uns für die Golfwagen. Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, Ausländer zahlen mehr als Einheimische, ein hier immer wieder auftauchendes Übel.

 Aber, ich bezahlte den Einheimischen Tarif, nachdem ich mich mit meinem  Thaiführerschein als hier wohnend ausgewiesen hatte. Dies funktioniert beinahe überall.Nun, wir bestiegen die Golfwagen und begannen unsere Rundfahrt. Und wir wurden positiv überrascht. Ein sauber und gepflegtes Gelaende, mit wirklich imposanten Nachbauten, welche auch als Miniaturen noch sehr gross und beindruckend wirken. Ein Nachbau eines typisch thailändischen Hauses beindruckte mich besonders und verleitete mich einmal mehr, von so einem Haus zu träumen. Auf Stelzen stehend, mit einem Innenhof,  der mit einem Brunnen und Bäumen einen ruhigen und schattigen Platz darstellt,  und die um den Innenhof  angeorneten Räume,einfach wirklich super.Aber auch andere Bauten waren für mich willkommene Fotoobjekte,so dass ich zig Fotos machen konnte.Die Grösse des Museums ist wirklich so, dass man nicht alles an einem Tag genau ansehen kann.  Das hat aber auch sein Gutes. So hat man eine Grund wieder her zu kommen um anderes anzuschauen.
 
Nach einem reichhaltigen Mittagessen in einem typischen Thairestaurant mitten drin schauten wir uns weiterum und kamen aus dem Staunen nicht heraus. Wenn man Thailand schon etwas kennt, wie wir das tun, sieht man sich immer wieder an Orte hin versetzt, die man schon einmal wirklich besucht hat. Zum Beispiel Sukothai, hier an miniature gezeigt, aber so sieht es dort wirklich aus.  Also sehr naturgtreu nachgebaut. Wir jedenfalls waren begeistert davon und werden sicher wieder einmal dahin fahren. Ein Besuch, der sich lohnt, da man auf die Schnelle sehr viel sieht über Thailand.

Hier noch der direkte Link zur homepage von Ancient City :
http://www.ancientcity.com


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Besuch im Erawan-Museum

Besuch im Erawan-Museum

04.10.2010

Besuch im Erawan-Museum, พิพิธภัณฑ์ช้างเอราวัณ in der Provinz Samut Prakan

Anlässlich des Besuches von Reto, einem ehemaligen Arbeitskollegen aus der Schweiz, unternahmen wir einige Ausflüge in der näheren Umgebung. Da im Oktober ja Regenzeit herrscht, und dieses Jahr ist sie stärker als normalerweise, einigten wir uns eben auf kürzere Trips. An diesem Tag war aber Sonne pur angesagt und wie man so sagt, wenn Engel reisen….

Die Fahrt nach Samut Prakan dauert nur etwa eine Stunde. Und nahe beieinander liegen da das Erawan Museum und die Ancient City, eine Anlage, die Thailand quasi „en miniature“ darstellt. Sogar das Gelände hat die Form von Thailand. Darüber gibt es aber später einen eigenen Bericht.
Wir besuchten gegen Abend nun das Erawan Museum. Wenn man von Bangkok auf dem Bangna-Trat Highway Richtung Süden fährt, sieht man den dreiköpfigen Elefanten, allerdings nur den Kopf, da die Strasse da eben sehr hoch liegt. Ich habe diese Figur schon öfters gesehen und wollte deshalb alles einmal aus der Nähe sehen.

Ich zitiere nun aus dem im Museum aufgelegten Informationsblatt in deutscher Sprache, nachdem ich mir die Erlaubnis erfragt hatte, dies und Bilder vom Museum auf meiner Homepage zu veröffentlichen.

Das Erawan Museum :
Dieser dreiköpfige Elefant ist den Ideen und Phantasien von Herrn Lek Viriyaphant entstanden. Es wurde durch seinen Wunsch angespornt, seine Antiken Sammlung als Beitrag zum kulturellen Erbe Thailands zu konservieren. Viele von diesen waren nicht nur unbezahlbare Kunstgegenstände, sie wurden von Leuten in früheren Zeiten auch als heilige Gegenstände gehalten. Entsprechend den alten Bräuchen eignen sie sich nur für das Land, da sie dem Land und seinen Leuten Segen und Wohlstand brachten und deshalb nicht ins Ausland verbracht werden sollten, wo sie für Thailand verloren wären.

Khun (Herr) Lek hat sich immer darum gekümmert, einen Weg zu finden, diese Gegenstände sicher und angemessen aufzubewahren. Eines Tages erhielt er Besuch von einem Ausländer, der während der Unterhaltung die Idee erwähnte, dass in einer Stadt im Ausland ein Gebäude in Form eines Apfels gebaut wurde, der nach westlichen Vorstellungen eine entscheidende Rolle menschlichen Schicksals spiele. Dieser Vorschlag gefiel Khun Lek. Er entschied sich aber, nach östlichen Vorstellungen ein Gebäude in Form des Elefanten Erawan zu bauen.

Erawan ist der himmlische dreiköpfige Elefant. Khun Lek wollte ihn aber nicht nur als Träger des Gottes Indra, sondern auch als Symbol des freien Universums darstellen. Das Museum würde dann ein heiliges Gebäude werden, in dem heilige Standbilder und glückverheissende Gegenstände des Landes gezeigt würden. Er entwarf nun das Gebäude und übergab seinem ältesten Sohn Khun Phakpien Viriyaphant, die Pläne, um mit dem Bau zu beginnen.

Khun Lek und Khun Phakpien erlebten die Fertigstellung des Museums nicht mehr, beide verstarben noch während den Bauarbeiten. Ihre Nachkommen haben das  Vorhaben fortgeführt und beendet, um das Museum zu einer der schönsten Kulturstätten Thailands zu machen, wo auch das Leben und die Werke von Khun Lek in Erinnerung bleiben werden. Nach der Fertigstellung des Museums kamen Menschen hierher um zu beten und so wurde es zu einer richtigen Gottesstätte, die die Menschen verehren. Das entsprach Khun Leks Wunsch, die heiligen Gegenstände im Land zu behalten und den Menschen hier zugänglich zu erhalten.
geschrieben von Srisakra Vallibhotama.


Austellungsbereiche des Erawan Museums :

  1. Die Unterwelt (Nagawelt): hier werden die Herkunft des Museums sowie antike Gegenstände wie zum Beispiel Möbel und Utensilien aus Thailand und China gezeigt.
  2. Im Dom  werden Antiquitäten aus dem Westen und dem Osten gezeigt. Die Innendekoration zeigt verschiedene Kunstarten. Die Decke ist aus buntem Kirchenglas mit dem Weltatlas und westlichen Tierkreiszeichen versehen.Kunsthandwerker aus Phetchaburi erschafften Mörtelmuster an den Treppen und die Bronzeverzierungen um alle vier Bildsäulen, auf denen die Geschichte religiöser und ethischer Tugenden zum Weltfrieden abgebildet wurde.
  3. Im Elefantenkörper (Tavastima-Himmel) werden Buddha Relikte und Buddha Abbilder aus verschiedenen Epochen ausgestellt. Die Wände und Decken sind mit Farbgemälden verziert, welche das Sonnensystem darstellen.
  4. Rund um das Museum sind Gärten mit Arten von seltenen Pflanzen und Bäumen angelegt. Dazu sind Skulpturen tierischer Figuren des himmlischen Himalayas in den Gärten zu sehen.


Die Ziele des Erawan Museums

  1. Das thailändische Kunsthandwerk fort zu führen und die Kenntnisse dieses Kulturerbes unter den Jugendlichen zu verbreiten und auch zu erhalten.
  2. Eine sicher Aufbewahrungsstätte für Buddha Abbilder und Kunstgegenstände zu schaffen, damit dieses Kulturerbe in 
    Thailand bleibt und erhalten wird.


Technische Angaben zum Bauwerk:

  • Höhe des Elefantenkörpers: 29 Meter
  • Höhe des Elefanten mit Gebäude: 43,6 Meter
  • Breite des Elefanten: 12 Meter
  • Länge des Elefanten: 39 Meter
  • Gewicht des Elefantenkörpers: 150 Tonnen
  • Gewicht des Elefantenkopfes: 100 Tonnen

 
Soweit die Informationen, die im Museum aufgelegt werden.

Ein wirklich imponierendes Bauwerk mit sehr schönen Gegenständen und imponierenden Ansichten des dreiköpfigen Elefanten. Ich habe fotografiert, was ich hier vor die Linse bekam und ich denke, die Bilder sprechen für sich. Ich war beeindruckt davon und kann einen Besuch hier nur empfehlen. Und für Thailand eher ungewöhnlich, die Eintrittspreise sind einheitlich für Einheimische als auch für Ausländer.

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Abwasserleitung

Abwasserleitung

26.09.2010

In der vergangenen Woche habe ich nun die Abwasserleitung unseres Hauses zusammen mit meinem Schwager gebaut.

Wie bereits erwähnt, hatte uns die Baufirma beim Bau der Strasse angeboten, Anschlüsse zu bauen für jedes Haus, die dann später benutzt werden können, um die Abwässer, mit Ausnahme der Toiletten, in die Kanalisation zu leiten. Bis anhin liefen die Abwässer der Waschmaschine, der Duschen und vom Abwaschbecken einfach hinter das Haus, wie in Thailand beinahe überall üblich, um dort dann zu versickern. Das funktioniert meistens, hat aber auch Nachteile. Und als wir das Angebot bekamen, mittels Anschluss dies zu beheben, war klar, dass wollen wir. Als erstes musste ich nun klären, wo sind all die Abflüsse aus dem Haus. Pläne dazu gibt es nicht und interessiert auch keinen wirklich. Ich begann also zu suchen und wurde nicht richtig fündig. Ich habe aber schon früher für die Waschmaschine und das Abwaschbecken einen neuen Ablauf eingebaut. Nun habe ich hinter dem Haus diese zwei Anschlüsse in kleine Betonkästen gefasst und mittels blauem PVC Rohr verbunden. Danach habe ich die Abwasserleitung verlängert bis zur Ecke des Hauses. Dort wiederum in einen Betonkasten eingeleitet und danach mit einer geraden Rohrleitung bis zur Strasse die Leitung verlegt. 

Dazu habe ich PVC Rohre mit 10 cm Durchmesser genommen und ein kontinuierliches Gefälle eingehalten. Das Wasser soll ja abfliessen. Die Dusche im oberen Stockwerk hatte immer Probleme mit dem Ablauf. Auch hier haben wir den genauen Rohrverlauf nicht finden können und somit auch das Problem nicht lösen können. Nachfragen bei Nachbarn ergaben, dass alle das Selbe Problem haben. Die meisten haben es so gelöst, dass sie oben nicht mehr duschen. Ich wollte aber diese Thailösung nicht. Also habe ich kurzer Hand ein Loch durch die Wand nach aussen gebohrt und eine neue Leitung verlegt, die auf die neu installierte Abwasserleitung trifft und somit auch dieses Duschwasser problemlos entsorgt werden kann. Tests ergaben dann, dass alles funktioniert und das Wasser problemlos in die Kanalisation läuft. Nun werden wir noch das letzte Abwasser, welches wir nirgends zuordnen können, die untere Dusche, folgendermassen neu regeln. Wir werden den Boden der Dusche und der Toilette um 10 cm anheben, und in den Boden Ablaufrohre verlegen, die an das Abwasserrohr der Waschmaschine gekoppelt werden, den Boden neu mit Plättli verlegen und haben dann alle Abwässer so erfasst, dass alles nach vorne in die Kanalisation läuft. Und sollten mal Probleme auftauchen wie etwa eine Verstopfung, weiss ich, wo die Leitungen sind und sie sind so verlegt, dass man problemlos Zugang hat und eine Reinigung durchführen kann. 
Ich bin zwar kein Fachmann, aber zusammen mit meinem Schwager habe ich das hingekriegt. Wahrscheinlich nicht so wie das ein Könner getan hätte, aber doch ganz ordentlich. Und ich habe meine Ideen meinem Schwager einbringen können, vor allem was Genauigkeit anbelangt. Da sind Thais doch eher grosszügig in der Auslegung. Ich denke aber, dass gewisse Arbeiten nur Sinn machen und Bestand haben, wenn man sie richtig macht. Und von ihm habe ich gelernt, Probleme zu lösen, die kurzfristig anstehen und schnelle Behebung notwendig machen.
Nun, nächstens besucht uns ein ehemaliger Arbeitskollege von mir aus der Schweiz, der etwas von diesem Geschäft versteht. Ich lasse es dann von ihm noch prüfen und hoffe, es besteht diese.

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Erste Septemberwoche

Erste Septemberwoche

05.09.2010

Diese Woche ist wiederum einiges gelaufen. Da im Moment Regenzeit ist, ist alles grün. Es wächst und gedeiht, dass man so richtig seine Freude hat.

Zumindest mein Gärtnerherz schlägt da höher. Und hier in unserem Changwat (Kanton) Chachoengsao ist die Regenzeit bis jetzt so verlaufen, dass es zwar regnet, aber nicht zu Überschwemmungen gekommen ist, wie in diversen anderen Gegenden von Thailand. Aber es wächst alles und das in einem Tempo, dass man mit Unkraut jäten beinahe nicht nachkommt. Aber so haben wir immer was zu tun. Pratuang hat sich zu einer Gärtnerin mit einem Super Grünen Daumen entwickelt. Unser kleiner Garten neben dem Haus ist mit Früchten wie Bananen, Papayas, Granatäpfeln, und Mangos angepflanzt. 

Daneben diverse thailändische Gemüse und natürlich Blumen in Hülle und Fülle. Und alles wächst, gedeiht und beginnt zu blühen und Früchte zu tragen. Unser ganzer Stolz im Moment ist ein der beiden ersten Bananenstauden, die einen riesigen Fruchtstand entwickelt hat, der sich dann hoffentlich zu einer grossen und guten, reifen Bananentraube entwickeln wird. Daneben ernten wir regelmässig Papayas, die übrigens sehr gut für die Gesundheit sind. Nun hat Pratuang noch zwei Mangobäumchen gepflanzt. Mal sehen, was daraus wird. Bin aber überzeugt, auch dies sollte gelingen. Und daneben blühen unsere Seerosen, Hibiskus und Cannas, Bougainvilleas, und noch vieles mehr. 

Also so richtig schön, wie das alles blüht und gedeiht. Und daneben noch die eine oder andere kleine Freude. So hat uns eine Nachbarin angesprochen und gefragt, ob sie ein paar Blumensetzlinge haben kann. Sie sagte, dass seit wir hier sind, alles sehr sauber geworden ist und nun möchte sie ihren Garten auch verschönern, Dazu hat sie sich auch noch diverse Früchte Pflanzen gekauft und es scheint, dass sie nun ihren Garten etwas mehr pflegt und unterhält. Ist doch toll, wie ein Vorbild wirken kann, besser als jede Belehrung. Und Mi, unsere Lieblingsnachbarin, hilft ihr beim pflanzen. Daneben haben wir noch eine andere Nachbarin, die immer mal wieder jätet und Gemüse anpflanzt und auch erntet, so war das ja auch geplant und beginnt langsam zu funktionieren. 

Am Samstag habe ich zum ersten Mal in meinem Leben selbst Konfitüre gemacht. Wir haben immer reife Ananas rumliegen und so kam die Idee, mach ich mal Ananas Konfitüre. Zuerst haben wir uns passende Gläser gekauft, Zucker geholt und dann 2 Kilogramm geschält und kleingewürfelt. Anstelle von einem Pürierstab habe ich die gekochten Ananas mit dem Passevite passiert und nachdem die Konsistenz mir gut erschien, in die heiss ausgekochten Gläser abgefüllt. Am Sonntagmorgen haben wir dann unser Frühstück mit Brot und selbst gemachter Konfitüre genossen. Die Konfitüre schmeckt prima. Als nächstes wage ich mich nun an eine Mango Konfitüre. Ich berichte dann darüber. Ende letzter Woche gab es nebst der traurigen Geschichte mit den Hunden noch eine zum schmunzeln. Wir kamen am Samstagabend nach Hause. Ich wollte meine Mails checken, aber nichts ging. Beim Router stellte ich fest, keine Verbindung. Eine Nachbarin erzählte uns, dass die Internetfirma in unserer Strasse einen anderen Nachbarn mit Internet ausgerüstet habe. Da war mir sofort klar, der Monteur hat was falsch zusammen gehängt oder ein falsches Kabel gekappt. Also am Sonntagvormittag angerufen und um Abhilfe gebeten. Man versprach uns, so schnell wie möglich einen Monteur vorbei zu schicken. Niemand kam. Am Montag dasselbe. Am Dienstag wieder nachgefragt. Ja, man wisse es und schicke jemanden. Am Abend, so gegen neunzehn Uhr kamen dann zwei Mann und wollten als erstes den Router checken. Das ist hier so ein Standardprozedere. Bei Anrufen wegen Problemen wird man meistens aufgefordert, den Router zu bringen. Ich erklärte den beiden Monteuren, dass das Problem beim Kabel liege. 

Ein höfliches Lächeln, das sagen wollte, was versteht der den davon. Der eine schaltete den Router ab und an, und meinte, klare Sache, Router defekt. Also holt er einen neuen aus dem Wagen, und siehe da, nichts ging. Nun wurde die Leitung gemessen und er erklärte mir, er kenne nun den Fehler, da muss was am Kabel liegen. Er würde jetzt zum Verteiler gehen. Fünf Minuten später hatte ich wieder Internet, und er kam etwas kleinlaut zurück und meldete, es wären zwei Kabel vertauscht worden. Er entschuldigte sich „khothot khap“ was an sich für Thailand ein beinahe einmaliger Vorgang ist. Normalerweise hätte man gar nichts gesagt oder eine haarsträubende Geschichte (Ausrede) aufgetischt, aber zuzugeben, dass etwas falsch gemacht wurde, Hut ab. Wenn man allerdings sieht, wie so eine Kabel Installation an einem Verteilermast aussieht, ist es fast verständlich, dass es nicht auf Anhieb funktionieren kann. Hier werden Kabel einfach aufgehängt. Legt eine Firma ein neues Kabel, wird das alte gekappt, aber hängen gelassen. Egal wo Kabel sind, Sie müssen hängen, es ist das Lametta der Thais, denn es ist so aufregend, Sie zu entwirren, es wird nicht abgeschnitten, bei einer Verlängerung wird ein Kabel genommen was gerade zur Hand ist. 

So ergeben sich dann mit der Zeit riesige Kabelhaufen, und darin dann das richtige Kabel zu finden, erfordert schon beinahe wieder Bewunderung. Und meistens funktioniert es ja. Noch gesehen diese Woche: einen wunderschönen Bindenwaran, der die Strasse überquerte und eine riesigen Falter, der leider am Schluss nichts Besseres wusste, als sich im Deckenventilator zu verstecken und dabei zum Schluss schlecht aussah.

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Was denken solche Menschen?

Was denken solche Menschen?

29.08.2010

Es ist morgen halb sieben, es regnet und ich will noch etwas weiterschlafen. Es scheint ein ruhiger und gemütlicher Tag zu werden.


Da ruft Pratuang, ich soll bitte schnell nach unten kommen, es wären viele unserer Strassenhunde vergiftet. Ich rase die Treppe runter und auf die Strasse raus. Als erstes sehe ich meinen Lieblings Strassenhund Lala, sie liegt an ihrem Lieblingsplatz, aber jetzt ist sie tot. Unsere Nachbarin Mi hat Pratuang gerufen und ihr unter Tränen gesagt, dass etwas mit den Hunden nicht stimmt. Neben Lala, die schon tot da liegt, torkelt Mali, einer ihrer drei Hunde, benommen rum, kotet unkontrolliert und macht einen jämmerlichen Eindruck. Mi und ich flössen ihr sofort rohe Eier ein. Ich habe bis jetzt nicht gewusst, dass diese Methode hilft. Aber ich mache es. Kurz darauf zeigt Panda die gleichen Symptome, also auch hier sofort rohe Eier einflössen. Danach sucht Mi ihren 3ten Hund Pepsi. Ich höre schon bald, dass sie Pepsi gefunden hat, aber zu spät. Der zweite tote Hund. Ich trage die beiden Kadaver erst mal weg. Nun sehe ich unter meinem Wagen einen weiteren Hund, ich nenne sie Zuckermaus, die Vergiftungssymptome zeigt. Wieder rohe Eier einflössen und beten, dass es hilft. Ich suche nun mal die Gegend ab um eventuell noch weitere Hunde zu finden. Denn einer unserer Strassenhunde fehlt noch. Ich finde ihn aber nirgends. Unser Hund Baby und die Schwester von Lala scheinen nicht betroffen zu sein. Vorsichtshalber gibt es aber für beide etwas rohes Ei und sie bleiben im Vorhof.

Drei alte erfahrene Strassenhunde scheinen schlau genug gewesen zu sein, nichts vom vergifteten Futter gefressen zu haben. Die toten und die erhalten Vergifteten, die Glück gehabt haben, waren alles junge und unerfahrene Hunde. Das vergiftete Futter habe ich nicht gefunden, entweder haben sie alles gefressen oder die Täter haben die Reste weggeräumt. Und ich will nicht spekulieren, wer es denn getan haben könnte, ohne Beweise bringt das nichts und Hunde vergiften ist hier meines Wissens kein Strafdelikt.

Nun hebe ich wieder mal eine Grube aus, zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen. Damals fanden wir abends eine unserer Hündinnen schon vergiftet  vor, und eine Nachbarin hatte ebenfalls an gleichen Tag einen vergifteten Hund. Komisch, es regnet noch immer und ich grabe unter Bäumen eine Grube für zwei Hunde. Und ich denke, was wir alles für diese Hunde gemacht haben. Gegen Tollwut geimpft, die weiblichen Hunde mit Antibaby Spritzen behandelt. Lala noch vor 4 Wochen in einer aufwändigen Aktion behandelt. Sie kam eines Morgens total mit flüssigem Teer verklebt (etwa 35% ihres Fells waren betroffen). Wir haben sie mit Hilfe unseres Tierarztes betäubt und danach während beinahe vier Stunden rasiert und bis auf die Haut gereinigt. Und sie hat das überstanden und mit Anhänglichkeit belohnt. Und nun das.

Es ist klar, dass es in Thailand zu viele Hunde gibt. Aber das kann und sollte man nicht mit vergiften lösen. Erstens die Qualen, die diese Tiere dabei erleiden und zweitens, es kann doch auch einmal ein Kind betreffen, was dann? Thais haben zu Tieren ja ein etwas anders Verhältnis als wir. Tiere sind da zum essen, und ansonsten stören sie eher als dass man sie mag. Hunde höchstens als Wachhund, aber auch diese Tiere haben meistens wirklich ein Hundeleben.

Ok, daneben es hat sich ein Trend entwickelt, vor allem im städtischen Bereich, dass man sich Modehunde anschafft, gerne kleine, die dann verwöhnt werden, da könnten viele Kinder blass werden vor Neid, aber dabei natürlich überhaupt nicht Artgerecht gehalten werden. Resultat dann, total verfette  Hunde, die keinen Schritt laufen, wie ihre Besitzer, und sicher kein lebenswertes Hundeleben führen. Und wenn man dann genug hat von ihnen, weg damit, irgendwo rausgeschmissen und aus den Augen, aus dem Sinn.

Dabei wäre es relativ einfach, etwas gegen die Hundeschwemme zu tun. Junge Rüden kastrieren und Hündinnen impfen mit einem Antibaby Medikament alle sechs Monate und man hat Ruhe, wie wir in unserer Strasse bewiesen haben. Seit fast einen Jahr keine läufigen Hündinnen mehr und kein Nachwuchs. Eine Portion kostet 60 Baht (2 Franken) und es gibt sogar die Möglichkeit, dass man dieses Medikament vom Staat gratis bekommt. Wir haben soeben wieder 12 Portionen eines Tollwut Medikaments und 4 Portionen Antibaby Medikament gratis erhalten. Nur die Impfung muss man dann noch machen. Das nimmt dir niemand ab. Und da kommt dann eben die Einstellung der Menschen hier zum Tragen. „Ist nicht mein Hund, also auch nicht mein Problem. Ist zwar Scheisse, so viele Hunde, aber etwas machen, nein, weil es ist eben nicht mein Problem ist.“

Es gibt aber auch andere Menschen hier, die wirklich etwas tun für Hunde. Unser Tierarzt zum Beispiel, der kein Tier aufgibt, dass man ihm bringt, oder da habe ich beim Tierarzt einen Mann angetroffen, der einen Hund angefahren hat und mit diesem dann zum Tierarzt fuhr. Auf meine Frage, warum er das macht, sagte er mir, er habe ihn verletzt, also müsse er sich nun um ihn kümmern. Eine sehr seltene Erscheinung hier. Und es gibt auch Leute, die regelmässig Strassenhunde füttern. Viele verwenden dazu relativ viel Geld und Zeit. Das ist aber nicht nur gut, sondern auch ein Problem. Das Futter wird meistens einfach irgendwo hin gekippt, es handelt sich dabei meist um Essensreste, und die sind nicht immer bekömmlich. So kann es denn sein, dass Essensreste rumliegen, denn aufräumen tut man danach nicht. Und in der Nacht kann man dann Ratten sehen, die sich daran gütlich tun. Und an der Abfall Sammelstelle sieht man immer wieder Hunde, manchmal auch einen Waran, die sich in den Abfällen nach Futter umsehen und natürlich auch so gefährdet sind für Vergiftungen. Wir füttern unsere Strassenhunde immer indem sie das Futter in Schüsseln bekommen die danach gereinigt werden. Ich hoffe dabei natürlich, dass sie wegen meiner regelmässigen Fütterung nicht im Abfall nach Futter suchen und nicht jeden Dreck fressen. Das hat diesmal leider nicht funktioniert.

Heute Abend sind Mali, Panda und Zuckermaus wieder Wohlauf. Die Behandlung mit rohen Eiern hat also geholfen. Zusammen mit Baby und Lulu sind sie wohlauf. Ich hoffe, dass bleibt so, werde jetzt aber mehr aufpassen, dass sich so etwas nicht mehr wiederholt.

Die Garage ist auch fertig

Die Garage ist auch fertig

14.07.2010

Heute berichte ich über die letzten Arbeiten im Zusammenhang mit dem Strassenbau.

Ich habe ja zu Beginn des Baues der Strasse erwähnt, dass mir die Baufirma am Schluss hilft, meine Garage auszubauen, respektive den Boden zu betonieren. Nun, das hat dann wirklich geklappt. Ich habe den Boden schön vorbereitet mit Kies und Sand, den ich als Resten vom Strassenbau mir abgezweigt hatte und dann sind die mit dem Fertigbetonwagen angerauscht und haben mir den Boden gegossen. An der Hauswand entlang habe ich einen Spalt von 15 Cm offen gelassen, da kommt noch eine Abwasserleitung hinein, die ich noch legen muss. Den Anschluss in die Kanalisation haben die mir schon gemacht. Danach werde ich den Spalt noch auffüllen und  habe somit eine einwandfreie Abwasserlösung für Küche, Waschmaschine und Duschen, welches im Moment hinter dem Haus versickert, aber nicht immer schnell genug. Ich brauche dazu nur noch eine PVC Leitung zu legen, was nicht allzu kompliziert ist. Nur genug Gefälle muss ich geben, dann sollte das fliessen. Ich berichte dann darüber. Neben den Bauarbeiten habe ich noch das Gitter vom Vorhof neu gestrichen. Anstelle der grünen Farbe haben wir uns diesmal für die Farbe Walnuss entschieden. Zusammen mit den goldfarbenen Elementen sieht es gut aus, finde ich. 

War ziemlich viel Arbeit, da ich nicht nur übermalen wollte, wie das hier üblich ist, Zuerst alte Farbe abschleifen und danach mit Rostschutz behandeln und dann die definitive Farbe. Aber das Resultat kann sich sehen lassen. Zum Schluss habe ich dann die Pflanzen vor und neben dem Haus neu angeordnet, so dass neben dem Haus nun Nutzpflanzen wie Bananen, einige Papayas, eine Guave und verschiedene Gemüse angepflanzt sind. Ich habe leider nicht genug Erde bekommen, aber der halbe Platz ist aufgefüllt. Und vor dem Haus habe ich nun Zierpflanzen aller Art aufgestellt und gruppiert, dass es doch sehr schön aussieht. 

Einzig die Schaukel habe ich nicht mehr aufgestellt. Sie hat sehr gelitten in der Witterung und so habe ich sie einem Nachbarn geschenkt, der sie im Hof gedeckt aufgestellt hat. Aber der Platz mit der Bambushütte und den Pflanzen sieht auch ohne Schaukel hübsch aus und gefällt. Eigentlich warten wir noch darauf, dass die Firma einige kleine Korrekturen an der Strasse vornimmt. So läuft das Wasser nicht richtig ab der Strasse, obwohl Ablaufrinnen gemacht wurden, aber eben mit falschem Gefälle. Und mein Lieblingsnachbar hat die Ablaufrinne vor seinem Haus mit Bretten ausgelegt und Pflanzenkübel drauf gestellt. Das ist doch mal eine andere Auslegung von Wasserrinne, aber der ist so. Etwas sauberer ist es schon geworden, seit die Strasse nun betoniert ist. Wir sind da drei Bewohner, die regelmässig wischen und die Umgebung sauber halten. Die andern tun nichts, was nicht schlimm ist und zwei fahren mit ihren Autos immer noch über ein angrenzendes Areal mit Erdboden und bringen so jedes Mal Dreck auf die Strasse, der dann, wenn eingetrocknet, die Häuser verstaubt. Und warum machen die das? Die Strasse ist acht Meter breit, also kann hier jeder PKW ohne Probleme wenden. Aber die können nicht Auto fahren und deshalb fahren die immer nur in eine Richtung, also müssen sie entweder beim Kommen oder gehen über den angrenzenden Platz fahren. Auch da gilt, die sind so.


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Die Strasse ist fertig

Die Strasse ist fertig

14.07.2010

Heute Morgen um halb acht Uhr stand eine sehr grosse Schar von Arbeitern bereits da und die begannen sofort mit den letzten Vorbereitungen für das Giessen der Betondecke unserer Strasse.

Nach 5 Wochen Bauzeit also der Abschluss. Da haben die jetzt aber richtig Gas gegeben. Um acht Uhr dann war der erste Betonwagen da. Und nun begann das giessen des Belages. Der Beton wurde auf den Untergrund geleert und die Arbeiter begannen mit Hacken und anderem Werkzeug diesen zu verteilen. Danach wurden Armierungseisen in den Beton verlegt und von den Arbeitern eingestampft. Das erzielt gleichzeitig auch einen ähnlichen Effekt wie wenn man Beton fibriert. Ein Team begann dann sofort mit dem groben Abziehen und ein weiteres Team mit dem Feinabzug. Die Stellung richtig „Thailike“ in der Hocke, so wie ich es nie schaffen würde und das mitten im Beton. Aber es funktionierte gut und das Ganze ging sehr schnell voran. Ein Betonmischer nach dem anderen rollte an und entleerte seine Ladung. Ruhig und konzentriert wurde gearbeitet und so war um 11:00 Uhr bereits der ganze Belag gegossen. Dazu waren 16 Ladungen à 5 m3 nötig. Weiter ging es danach mit Feinarbeiten, so zum Beispiel ein Antirutsch Profil anzubringen. Mit einfachen Mitteln, Drähte in ein Brett gesteckt und dann über den feuchten Belag gezogen ergab dann diesen Effekt. Und natürlich möglichst jede Unebenheit nochmals nach bessern. Um zwölf Uhr spendierten wir dann ein Mittagessen mit kalten Getränken und Kuchen zum Dessert. Das wurde mit Begeisterung angenommen. Dazwischen hatte immer mal wieder der eine oder andere Arbeiter gesundheitliche Probleme. Einer erlitt einen Malariaanfall, zwei andere starke Kopfschmerzen, ich denke wegen der grossen Hitze. Wir konnten aber alle versorgen mit Schmerz/Fiebertabletten, und die Leute konnten weitermachen. Es wurde weiter gearbeitet und aufgeräumt, da und dort noch eine kleinere Korrektur vorgenommen und danach zum Zvieri nochmals richtig beim Essen zugelangt, es war genug da und es hat geschmeckt. 

Rund um den Bau unserer Strasse gibt es auch einige kleine lustige Begebenheiten. So erklärte am Anfang der Polier allen Bewohnern, dass sie direkte Abläufe von jedem Haus in die neuen Abwasserrohre legen würden, wenn jemand da möchte. Die Kosten für das Material ( 250 Baht) und pro Ablauf für die Arbeit 300 Baht (total etwa 18 Franken). Das Ganze sei nicht in den Bauarbeiten vorgesehen, aber man würde das machen. Wir meldeten sofort Bedarf, da ich schon lange die Abläufe der Regenrinnen in den Abwasserkanal leiten wollte. Daneben meldeten sich noch 3 Nachbarn, die anderen wollten das nicht, es wäre zu teuer, ja gratis würden sie es schon nehmen, aber bezahlen, nein. Der Polier erklärte auch noch, dass die meisten Liegenschaften Probleme bekommen würden, weil die Strasse höher als die Vorplätze liegen würde. Und wenn der Beton dann einmal eingebracht sei, dann würde es echt teuer, nachträglich etwas zu machen. Aber wie gesagt, die anderen wollten nicht. Als diese dann aber nach dem betonieren sahen, wie hoch die Strasse nun ist, kamen zwei Anfragen, sie möchten nun auch noch einen Abfluss haben. Ich weiss nicht, ob die Firma das noch macht, aber da fragt man sich doch schon, was studieren gewisse Leute oder hören die zu wenn man etwas sagt. 

Und natürlich sind die meisten Tore jetzt nur noch nach inne zu öffnen. Eben wegen der Höhe. Wer kein Auto versorgen will, der hat kein grundsätzliches Problem. Aber wer seinen Wagen in den Vorhof stellen will, der schon. Denn die Höfe sind 7 Meter lang und 4 Meter breit. Da passt es nicht, den Wagen rein zu stellen, wenn die Türen nach innen geöffnet sind. Es war bei dieser kleinen Siedlung von Anfang an klar, dass irgendwann einmal die Strasse gemacht wird. Gut, es hat 17 Jahre gedauert, aber man hat es gewusst. Jahrelang haben die Leute nach Regenfällen das Wasser mit Besen aus dem Hof auf die Strasse gefegt. Den Vorhof aufzufüllen, damit das nicht passiert, nein, das kostet und das machen wir nicht. Nur zwei Vorhöfe sind aufgefüllt, der unserer direkten Nachbarin und unserer. Dadurch sind die Tore höher angebracht und lassen sich problemlos nach aussen öffnen. Und nun das grosse Studieren, was soll ich jetzt machen. Hilflos sind sie nun und natürlich kann man nicht zugeben, dass man falsch gelegen hat. Ich bin gespannt, was diese Nachbarn machen, wahrscheinlich werden sie irgendwann Pratuang fragen, ob ich eventuell helfen könnte. Will ich aber nicht.

Auch tauchte die Frage auf, warum die Firma mir den Beton bis zu meiner Türe und der der direkten Nachbarin aufgefüllt haben und bei Ihnen nicht. Dass wir schon vorher bis auf die Strasse hinaus betoniert hatten, und dabei die Höhe der Strasse schon hatten, haben sie nicht gesehen. Bei ihnen fällt es steil ab zum Hof und das wollten die nicht betonieren.Und nur darum hat die Firma am Schluss eben das bei uns wieder hergestellt. Und die anderen haben nie den Polier gefragt, ob es möglich wäre, das er bei Ihnen das macht. Und ohne Fragen gibt es auf der ganzen Welt keinen Erfolg. Mit nettem Fragen und ab und zu mal ein kühles Getränk, das schafft Wunder. Bei uns hat es geklappt.

Und unser Lieblingsnachbar, der Schreihals, regte sich unsäglich auf, weil er nicht jede Nacht mit seinem Tuktuk in den Vorhof fahren konnte, Es waren ganze zwei Nächte, und dies wegen dem betonieren. Hat er oder wollte er nicht verstehen. Und hat sich natürlich bei der Baufirma so richtig beliebt gemacht, so dass die ihm den Zwischenraum vom Haus zur Strasse extra offen gelassen haben. Den muss er nun selbst füllen. Geschieht ihm recht, wie man in den Wald ruft. Aber zum Glück hat er wenigstens einen Ablauf machen lassen, so dass nun sein Abwasser nicht mehr auf die Strasse läuft wie bis anhin. Seinen Tuktuk hat er schon am Abend reingefahren, obwohl ihm gesagt wurde, das man nicht befahren soll. Intressiert den aber keinen Sch.....dreck. Der ist so, leider.

Meine Garage bekomme ich noch betoniert, sobald der Strassenbelag tragfähig ist, dass hat der Polier mir versprochen, und dabei lassen wir den Vorhof unserer hilfsbereiten Nachbarin Mimi noch auf betonieren. Danach bekomme ich noch einige LKW Ladungen Aushub, um neben dem Haus fertig aufzufüllen. Danach beginne ich alles wieder schön herzurichten, mit der Schaukel, Bambushütte und Blumen. So habe ich weiterhin was zu tun.

Ich melde mich wieder, wenn ich das erledigt habe.

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Zwischenbericht Juni 2010

Zwischenbericht Juni 2010

16.06.2010 

Was ist bis jetzt diese Woche so geschehen?

Nun, die Bauarbeiten gehen wieder zügig voran. Alle Abwasserschächte sind betoniert, ok, nicht alle auf gleiche Höhe, aber ich hoffe, da die Rohre sehr gross sind, dass schlussendlich doch alles abläuft. Dann wurde begonnen, mit dem Einbau von Kies und Sand, um dann den Belag richtig und eben auftragen zu können. Da hoffen wir jetzt einfach, dass es nicht regnet die nächsten 2-3 Tage, dann sollte das gut gehen. Was bis jetzt gemacht ist, sieht doch ganz ansehnlich aus. Aber alles wird davon abhängen, wie dick der Strassenbelag dann gemacht wird und wie gut er mit Armierungseisen verstärkt sein wird. Nun, wir warten ab und werden sehen. Sonst ist noch allerhand gelaufen, diese Woche.

Am Montag bemerkte ich, dass unser Tiefkühlschrank den Geist aufgegeben hat. Nun, da er doch schon an die 20 Jahre auf dem Buckel hatte, war damit zu rechnen. Wir haben uns deshalb einen neuen geleistet. Er kostet uns 13400 Baht, oder 438.00 Sfr. Der Wechselkurs zum Baht  ist ja im Moment schwach, erholt sich aber langsam etwas.

Am gleichen Tag wurde einer unserer kleinen Strassenhunde angefahren. Er sah jämmerlich aus, konnte nicht laufen und hat geblutet. Nun, medizinisch etwas versorgt und über Nacht bei uns im Vorhof schlafen lassen. Am nächsten Morgen sind wir dann zur Kontrolle bei unserem Tierarzt gewesen. Der Hund hatte sich zum Glück nichts gebrochen. Er bekam zwei aufbauende Spritzen und einige Schmerztabletten und ist wieder auf dem Weg der Besserung. Frisst wieder und springt schon wieder rum. Und gleichzeitig habe ich noch sechs Hunde entwurmt. Drei von unserer Nachbarin , Baby und zwei kleine junge schwarze Hunde. In der Woche davor habe ich noch Baby und drei andere weibliche Hunde mit Antibabymedizin gespritzt, damit wir weiterhin Ruhe haben und nicht Hunde am laufenden Band. Bei uns in der Strasse ist es wirklich Junghunde mässig ruhig geworden, seit ich alle sechs Monate diverse Weibchen impfe.

Und heute nach dem Schwimmen, wir gehen mindestens zwei Mal pro Woche dahin, bemerkte Pratuang, das mit dem Kochgas was nicht stimmte. Ich kontrollierte den Anschluss an der Flasche, der war ok. Und trotzdem war da etwas nicht richtig, beim öffnen der Gasflasche begann es sofort nach Gas zu riechen. Also den Kochherd hervor genommen und diesen Anschluss kontrolliert. Und was denkt ihr, was da war? Von einer Ratte komplett durchgebissen. Wir wissen ja, dass es hier Ratten hat, ich habe an anderer Stelle schon darüber berichtet. Und ich stelle immer Fallen auf und fange auch ab und zu eine. Daneben füttere ich noch Rattengift, aber solange die Nachbarn nicht mehr Sauberkeit in und um ihre Häuser halten, wird es schwer sein, die plage zu besiegen. Vor allem, weil es noch so schlaue Nachbarn gibt( nicht alle) die gefangene Ratten ausserhalb des Hauses wieder laufen lassen mit der Begründung, man darf diese doch nicht töten. Die Ratte in unserer Küche hat sich durch das Fliegengitter welches aus Plastik ist, am Küchenfenster durchgebissen. Wir haben vor etwa 10 Tagen bemerkt, dass im Gitter ein Loch war. Wir haben dann die Fliegengitter ausgetauscht gegen Gitter aus Metall. Kosten zwar etwas mehr aber sind auch stärker. Nun, ich bin sofort in die Stadt los gefahren und habe einen neuen Schlauch geholt, und diesen habe ich nun in PVC Rohre verlegt, wie sie Elektriker verwenden oder als Wasserleitungen gebraucht werden. Mal sehen, ob sich da nochmals eine Ratte durchbeisst. Den Übeltäter konnten wir übrigens verjagen, und so hoffen wir nun, dass wieder Ruhe herrscht.

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Strassenbau Zwischenbericht

Strassenbau Zwischenbericht

05.06.2010

Drei Wochen sind vergangen seit dem Baubeginn.

Am Anfang ging das ja wirklich zügig voran und die Baufirma gab bekannt, dass die Dauer in etwa 3 Wochen betragen würde. Das hörte sich gut an und nach den ersten Tagen sprach eigentlich nichts dagegen. Aber eben, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wir erfuhren, dass die Firma zwei Strassen Baustellen gleichzeitig betrieb, aber zum Beispiel nur einen Bagger hat. Und mit dem Personal steht es auch nicht zum Besten. Im Moment sind es fünf Arbeiter, und jede Menge Chefs. Und die Anwohner der anderen Strasse reklamierten schnell, als die Arbeiter dort abgezogen wurden. 

In der Zwischenzeit entliess der eine Chef dann noch Hilfsarbeiter, ich denke die waren ihm einfach zu teuer, so dass im Moment eben nur noch fünf da sind, die was tun. Und da der Chef in der Zwickmühle steckt, und von Organisation null Ahnung hat, müssen wir eben warten, bis die andere Strasse fertig ist. Wir hoffen, dass dann bei uns weiter gearbeitet wird. In der Zwischenzeit verdreckt so alles bei uns. Beginn der Regenzeit, aufgerissene Strasse, angefangene Abwasserleitung, diese mit Gefälle, aber auf die falsche Seite, also nicht dorthin wo das Wasser schlussendlich fliessen sollte, dadurch gefüllte Wasserlöcher, die einmal zur Kanalisation gehören werden und nichts geht. 

Ich bin wirklich gespannt, wie am Schluss die Kanalisation funktionieren wird. Dazu kommt, dass die Strasse eigentlich höher werden sollte, aber man dann festgestellt hat, dass man dann aus allen Häusern praktisch eine Stufe zur Strasse hochsteigen müsste. Denn alle Vorhöfe sind so gebaut. Man hat dann entschieden, die Strasse tiefer zu legen, weil die Bewohner schon mal ihre Autos in den Vorhof stellen über Nacht. Nun sehe ich aber anhand der beiden ersten gemauerten Eckschächte für die Kanalisation, dass hier auf die ursprüngliche Höhe gebaut wurde. Wird interessant, wenn die wiederkommen und ich dann einmal ganz cool nach fragen werde, welche Höhe den nun genommen wird. Ich hoffe nun, dass in den nächsten Tagen weiter gebaut wird, damit nach Abschluss der Bauerei ich dann einmal gross sauber machen kann und Baby nicht jedes Mal total verdreckt nach Hause kommt.

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Crosstrainer

Crosstrainer

04.06.2010

Heute haben wir uns etwas für unsere Fitness geleistet.

Ich bewege mich zwar viel und mit dem Bauen ums Haus (Garten, Strasse, usw.) bin ich immer gut beschäftigt. Aber ich möchte noch etwas Regelmässigeres für meine Fitness tun. Also haben wir zwei uns entschlossen, ein Crosstrainer sollte es sein. Das kannte ich schon aus meiner Zeit als ich Therapie machte nach meiner Magenoperation. Und es hat mir gut getan. Wir haben schon längere Zeit Ausschau nach solch einem Gerät gehalten. 

Meistens hat uns aber die Qualität nicht überzeugt. Nun haben wir ein Gerät gefunden, von dem wir annehmen, dass es ok ist. Die Verkaufsbedingungen waren gut, Garantie ebenfalls und das Teil wurde nach Hause geliefert und zusammengebaut. Alles im Preis inbegriffen.(umgerechnet knapp 700.00 Sfr.) Nun steht es also da, zuerst mal von allen Nachbarn bewundert und begutachtet. Von sehr gut bis da kann man ja nicht sitzen war so alles bei den Kommentaren dabei. Nun, da ja Pratuang und ich es benutzen, können uns die Kommentare egal sein. Und wenn mal jemand wirklich drauf will von denen, kein Problem. Das ist aber eher unwahrscheinlich, ist die Durchschnittsbevölkerung eher Bewegungsfaul. Gehen nur wenn es absolut nicht anders geht. Sonst Motorrad, Tuk Tuk, Bus, Auto, usw. Einfach nicht laufen.

Ich habe am ersten Tag sofort begonnen, mit 15 Minuten am Abend. Ich werde nun täglich zwei Mal trainieren und Pratuang will auch täglich mitmachen. Dazu werden wir noch zwei Mal wöchentlich schwimmen gehen, und versuchen das sehr schön durch zu ziehen. Ich denke, dass dies uns gut tun wird und wir damit einen Teil an unsere Gesundheitsvorsorge leisten.


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Wolkenbruch und seine Folgen

Wolkenbruch und seine Folgen

23.05.2010

Nachts um ca 01:30 Uhr bin ich aufgewacht durch heftiges Prasseln am Fenster.

Ich schaue raus und sehe einen gewaltigen Wolkenbruch der sich über unser Quartier ergiesst. Und mit giessen meine ich in Strömen giessen. Ich denke sofort, Mist, mein Wagen wird jetzt sicher im Morast versinken, denn die bauen ja gerade an der Strasse und deshalb steht er nicht in der Garage, sondern vor dem Haus auf dem umgeackerten Weg. Solange es trocken ist, ja kein Problem, aber jetzt.... Nun, ich runter um nach zu schauen.

Pratuang ist schon draussen und sieht sich das an. Sie meint allerdings, dass eher der Bagger kippen könnte, steht der doch etwas schief rum. Ich sehe aber, der steht schon gut da, aber der Nissan ist bereits eingesunken im aufgeweichten Boden. Ich versuche einmal, weg zu fahren, aber denkste, nichts geht, er gräbt sich ein. Nun, da hab ich am Morgen dann Arbeit um den wieder flott zu kriegen. Um halb sieben ruft die eine Nachbarin an und will wissen, wann den der Bautrupp kommt. Wir wissen das nicht und und fragen, warum sie das wissen will. Sie sagt, dass sie beim rausfahren aus dem Hof auf die Strasse im Dreck stecken geblieben sei. Nun, dass war ja klar, da wäre ich nicht ums verrecken durch gefahren, aber die hat geglaubt, dass passt schon. 

Auf der anderen Seite des Quartiers sind auch noch zwei Wagen im Morast eingesunken. Ich beginne derweil, meinen Wagen auszugraben und versuche, wegzufahren. Die ersten Versuche scheitern kläglich, der Wagen zu schwer und zu tief im Dreck. Also weitergraben, den Wagen anheben mit einem Wagenheber. Zum Wagenheber soviel. Mitgelieferte Wagenheber sind Mist, da drehst du dir einen Wolf und der Wagen hebt sich nicht wirklich. Nun, ich habe ja gutes Werkzeug aus der Schweiz mitgenommen und dershalb grabe ich weiter, bis ich Steine unterlegen kann und so hoffe, ich komme nun frei. Ich probiere es wieder, geht nicht. Da kommt der Baggerfahrer und will seine Bagger abholen, um auf einer anderen Baustelle zu arbeiten.  Ein Nachbar und ich bitten ihn, meinen Wagen etwas anzustossen, und so den Nissan frei zu bekommen. Und siehe da, es klappt. Nun bin ich auf der Stassenmitte, die noch befahrbar ist. Nun muss ich aber weg von der Strasse und auf einem angrenzenden Grundstück parken, dass gut befahrbar ist. Vorsichtig fahre ich über die Strasse bis zur Auffahrt des Grundstückes. Dann mit Vollgas und mit Glück und viel rutschen schaffe ich es, dort anzukommen. So, und nun lass ich den Wagen dort bis die Strasse betoniert und problemlos befahrbar ist. 

Nun bitten wir den Baggerfahrer, die anderen Wagen zu befreien, die sehr viel tiefer im Morast stecken. Er sagt zu und mein Nachbar holt Seile ( eher Schnüre) um seinen Wagen raus zu ziehen. Die halten natürlich nicht und ich hole richtige Gurten mit Haken, die ich aus der Schweiz mitgenommen habe, um richtig ab zu schleppen. Den ersten Wagen haben wir nach ein paar Minuten draussen und nach etwa einer viertel Stunde waren alle Wagen frei und stehen nun auf dem Grundstück. Ich habe dem Baggerfahrer dann ein Trinkgeld gegeben, demonstrativ vor allen Nachbarn, weil ich gesehen habe das niemand von den Betroffenen sich beim Baggerfahrer bedankt hat. Erscheint denen selbstverständlich das er das macht. Ich habe mich gefreut das er Zeit hatte und sich diese nahm.

Warum wir die Wagen vor dem Haus parkiert haben ? Nun, hier werden Autos schon mal gestohlen und zerlegt um dann als Ersatzteile verkauft zu werden. Oder sie werden direkt nach Kambodscha verschoben. Deshalb haben die Leute ihren Wagen am liebsten im Hof eingeschlossen oder doch ganz nahe am Haus. Das war der Grund, warum auch ich meinen Wagen nun während der Bauphase jeweils am Abend vors Haus gestellt habe. Ging ja gut bis eben dieser Wolkenbruch kam und alles etwas durcheinander gebracht hat. 

Intressant dabei ist aber auch, ich habe gesehen, dass die verlegten Abwasserrohre nicht wirklich Gefälle nach nur einer Seite haben, wie dass eigentlich sein sollte.Und bei der einen Kurve, wo die Rohre noch nicht mit dem Kurvenstück versehen sind, sieht man deutlich, dass die Rohre unterschiedlich tief verlegt wurden, siehe Bild 006. Da steht das Wasser teilweise schon komisch im Salat rum und ich weiss nicht wirklich, wohin es am Schluss fliessen wird. Bin mal gespannt, wenn alles fertig ist, wie dies dann funktioniert. 

Nun, nachdem die Wagen wieder flott gemacht wurden, nehme ich mir für den Rest des Tages frei und halte ausgiebig Siesta.

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Der Strassenbau

Der Strassenbau

17.05.2010

Der Ausbau unserer Strasse beginnt.

Am Sonntag kam ein Mann vorbei, der sich als Bauführer auswies und erklärte uns, dass am Montag nun definitiv mit dem Bau unserer Strasse begonnen würde. Ich wusste ja schon etwas früher, dass dieses Jahr etwas geschehen sollte. Habe aber befürchtet, nachdem die Provinzen dieses Jahr weniger Geld aus der Hauptstadt bekommen haben, es würde wieder nichts, wie die Jahre davor. Aber, Irrtum sprach der Hase ....

Ich habe also am Sonntag noch alles weggeräumt, was ich nach dem Strassenbau wieder verwenden kann und war abends fertig damit.

Am Montag fuhren wir dann um 08:00 Uhr ab nach Bangkok zum Arzttermin von Pratuang und sahen noch niemanden da. Aber man hat es versprochen, wird also sicher klappen.Als wir um etwa 14:00 wieder zuhause ankamen, war es soweit. Ich konnte meinen Wagen schon nicht mehr in die Garage stellen, die Strasse war bereits aufgerissen. Auf der einen Seite der Strasse ein tiefer Graben für die Ablaufrohre, dazu der ganze Wildwuchs entlang der Strasse mit dem Bagger weggedrückt, nicht abtransportiert, einfach auf das angrenzende Grundstück geschoben.Na ja, ist nicht mein Grundstueck, also sage ich nichts, dass ist hier so. Der Bauführer scheint ein netter Kerl zu sein. 

Ich habe ihn durch Pratuang fragen lassen, ob er mir den Aushub und den Abraum der Strasse neben mein Haus schieben kann und etwas ausebnen, da dort in der Regenzeit immer Wasser steht. Er versprach, das zu machen und sagte auch, wenn ich die Garage leer räume, wurde er mir dort mit gutem Material auffüllen und wenn Strassenbelag zuviel angeliefert würde, werde er dieses dort einarbeiten. Wir haben im Gegenzug nun die Garage zum Essens- und Ruheplatz fuer die Arbeiter gemacht, organisieren Getränke und Eis, damit sie auch etwas davon haben. Und dazu habe ich meinen Gartenschlauch ausgelegt, so dass sie sich immer waschen können und auch zum Beton anmachen, Wasser haben und es nicht von weiss ich woher holen müssen.

Die Arbeitsweise unterscheidet sich schon etwas von unserer in der Schweiz, was die Bilder belegen. Wenn man sieht, wie die Barfuss im Beton rumstehen oder beim Pfähle einschlagen zu sieht, na ja. Ok, es funktioniert, aber Sicherheit am Arbeitsplatz sieht anders aus.

Am Dienstagmorgen, etwa 04:45 Uhr werde ich geweckt von Lärm. Ich schaue aus dem Fenster und denke, die sind doch nicht schon an der Arbeit, ist ja noch dunkel. Und was sehe ich, es werden die Rohre für das Abwasser angeliefert
Nun, die sind so. Ab etwa 08:00 Uhr ging es dann auf der Baustelle weiter mit Rohre verlegen, einbetonieren, selbst während eines kurzen, aber sehr starken Regengusses gab es keine Unterbrechung, ging es weiter.

Die legen ein ganz ordentliches Tempo vor und ich denke , die angesagten 3 Wochen Bauzeit werden so eingehalten. Ich werde weiter berichten und Fotos einstellen, interessant, wie das zu und her geht.

Die ersten Bilder zu: 'Der Strassenbau'...

Meine „neue“ Website

Meine „neue“ Website

15.04.2010

Nach einem Jahr seit dem Bestehen meiner Website offerierte mein Sohn Ot, der diese kreiert hatte, dass er sie neu gestalten möchte. Er kam uns besuchen um zu entspannen und etwas Ruhe zu haben. Ich solle ihm Vorschläge machen betreffend Erscheinungsbild. Ich suchte nun nach Templates die mir zusagen würden. Nach langem rumstöbern im Netz waren zum Schluss zwei Vorlagen übrig, die mir gefielen. Ich konnte aber keinen Entscheid fällen, welche den nun zum Zuge kommen sollte. Daraufhin schlug Ot mit vor, doch beide zu nehmen, indem die eine als Einstiegsbild mit ersten Infos daher kommt um dann auf die zweite Seite zu gelangen. 

Den Vorschlag fand ich gut und gab noch einige weitere Wünsche bekannt, die ich gerne realisiert hätte. Ich gab ihm dann frei Hand bei der Umsetzung und das Resultat kann sich wirklich sehen lassen. Die Einstiegseite beinhaltet unter anderem einige meiner absoluten Lieblingsmelodien aus der Thailändischen Musik, sowie erste Bilderserien, die ich im Laufe meiner Besuche und Aufenthalte in Thailand gemacht habe. Beim weiterklicken kommt man dann auf die Hauptseite, die neugestaltet wurde, und vor allem eine besser bedienbare Navigation anbietet. Auch sind die Bilder meines Erachtens spektakulärer in der Präsentation als vorher. Und betreffend Aktuelles kommt man jetzt direkt zum genannten Thema mit einem Klick. Also alles in allem eine sehr gelungene Arbeit. Und ich kann und muss nun natürlich wieder etwas vermehrt an meinen Berichten und Tagebucheinträgen arbeiten. 

Ich habe in den letzten drei Monaten nicht geschlafen und habe fotografiert, bin rumgekommen und habe relativ viel unternommen. Ich werde dies in separaten Beiträgen erzählen. Nochmals Danke an Ot für seine hervorragende Arbeit.

Hier ein paar Bilder dazu...

Es brennt wieder einmal

Es brennt wieder einmal

13.04.2010

Heute ist der erste der drei Songkran Feiertage, das thailändische Neujahr wird an diesen Tagen gefeiert.

Am Nachmittag rieche ich es dann. Es brennt wieder mal in der Nähe. Kein Wunder bei den Temperaturen und den ausgetrockneten Gras und Buschbeständen allenthalben. Und mähen kommt hier eigentlich niemandem in den Sinn. 

Doch, natürlich, ich habe rund um mein Haus immer eine Zone von sicher 15 Metern, die ich regelmässig mähe, so dass im Falle eines Feuers meine Bude nicht brennen sollte. Denn ein solches Feuer mit dem Gartenschlauch zu bekämpfen ist da eher aussichtslos. Erstens der Wasserdruck gleicht ohne Wasserpumpe eher einem Rinnsal und zweitens läuft in dieser Hitzeperiode dass Wasser nicht immer. Also gibt es eine einfache Regel, mähen was das Zeug hält und immer schön aufgeräumt ums Haus herum. Aber zurück zum Feuer heute Nachmittag. 

Ich gehe zur Strasse nach vorne und sehe einige Kinder mit Wassereimerchen rumrennen. Und ich zurück ins Haus und die Kamera geholt. Nach wenigen Minuten schon ist ein Feuerwehrauto da und die Männer legen Schläuche aus und beginnen mit der Bekämpfung des Feuers. Der Wind steht heute für meine Anliegen, keine geschmolzenen Telefon und Fernsehkabel günstig, aber für eine Paletten und Kistenfabrik gegenüber sehr ungünstig. 

Die Feuerwehr schützt also zuerst das gefährdete Gebäude und geht dann sehr gezielt gegen die Flammen vor. Der Feuerwehrwagen ist vollgespritzt mit Puder, Spuren von Songkran, da wird nämlich Wasser mit Puder gemischt unters Volk verspritzt, das ist hier der Songkran Sanuk, Leute mit Wasser bespritzen. Aber warum günstig für mich?. Beim letzten Brand an derselben Stelle sind die Kabel der Telefonleitungen geschmolzen. Wir hatten dann hier im Quartier keine Internetverbindung mehr. Pratuang rief daraufhin die Telefongesellschaft an und erklärte denen den Sachverhalt. Dummerweise war es Freitagabend und so warteten wir mal bis Montag. 

Da kamen dann zwei Monteure angefahren und fragten, was denn nun Sache sei. Wir erklärten nochmals dass die Kabel geschmolzen seien wegen dem Brand. Sie überprüften mein Telefon und mein Modem und stellten fest, es geht nicht. Na sicher, meinte ich, wenn die Kabel geschmolzen sind geht eben nichts mehr. Aber das müssen sie bei der Hauptleitung reparieren und nicht mein Telefon checken. Sie fuhren dann weg und kamen nach etwa 2 Stunden zurück und meldeten stolz dass sie den Fehler gefunden hätten, geschmolzene Kabel. Wouhh…Die Reparatur wurde dann am Dienstag erledigt und alles funktionierte wieder. Eben deshalb am Anfang meine Bemerkung das der Wind für mich heute günstig stand. Nach knapp 20 Minuten war heute alles unter Kontrolle, alles dürre Zeug verbrannt, sodass es wieder für einen Monat oder etwas mehr halten sollte. 

Die Feuerwehrleute haben da eine guten Job gemacht, vor allem bei der Hitze, nicht nur wegen dem Feuer, auch die Temperatur ist in diesem Monat praktisch immer so um die 35° rum. Also, danke den Männer der Feuerwehr. P.S. am nächsten Tag hat es nochmals gebrannt, war wahrscheinlich nicht restlos gelöscht worden.


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Neue Zähne

Neue Zähne

Ende März 2010

Ich hatte letztes Jahr in der Schweiz noch einen Zahnarzt Termin, bei dem es um eine Abklärung ging, ob einige Probleme mit meinen Zähnen zurück zu führen seien auf meine Magenbypass Operation.

Die Abklärung ergab nicht definitiv einen Zusammenhang. Aber es wurde festgestellt, dass doch einiges im Argen liegt und Sanierungsbedarf vorhanden sei. Ich konnte mich aber mit dem Zahnarzt nicht einigen, der Kostenvoranschlag war doch sehr hoch( knapp 5000.00 Sfr), und er einen sehr hohen Vorschuss verlangte, was ich als Zumutung empfand. Wäre ich allerdings Sozialhilfe Empfänger gewesen, wäre dies gemäss seinem Infoblatt problemlos gewesen. 

Ich sagte also ab und entschloss mich, die Sache in Thailand machen zu lassen. Ich suchte mir zusammen mit Pratuang eine Zahnklinik und wir wurden fündig. Das Synphaet Hospital in Bangkok wurde uns empfohlen und ein Augenschein ergab, dass dies eine gepflegte Sache ist. Es ist ein Spital mit hohem Standard, den verschiedensten Abteilungen und es wird zum grössten Teil auch englisch gesprochen, was die Sache sehr vereinfacht. Also habe ich mich da angemeldet, meine Wünsche vorgetragen und um deren Meinung gefragt. Ich wollte eigentlich gleich alle Zähne rausreissen lassen und ein komplettes Gebiss machen. Aber wie in der Schweiz hat man mir auch hier davon abgeraten. Und mich darauf hingewiesen, dass die Sanierung etwa ein halbes Jahr dauern würde. Dass hat mir gezeigt, dass hier seriös gearbeitet wird, hat mir mein Hausarzt in der Schweiz dies doch als Qualitätsmessgrad empfohlen. Zahnärzte, die hopp hopp alles raus nehmen und sofort Gebissteile einsetzen, wären nicht seriös. 

Es wurde also ein Behandlungsplan erstellt, ein Kostenvoranschlag gemacht, die Bezahlung besprochen, die so funktionierte, dass jede Behandlung am Ende bezahlt wurde. Also nix von Vorauszahlung. Der Voranschlag belief sich umgerechnet auf knapp 2000.00 Sfr. Und wurde am Ende noch leicht unterschritten, obwohl noch eine Krone dazukam, die nicht vorgesehen war. Und was die Qualität angeht, kann ich nur sagen, hoppla, die können das auch, ich hatte nur schmerzfreie Behandlungen, immer freundliche Zahnärztinnen und keine Probleme bei der Verständigung. In der Zwischenzeit habe ich nun zwei Teilgebisse, ein gösseres im Oberkiefer und ein kleineres im Unterkiefer. Ich habe mich schon sehr gut daran gewöhnt, kann wieder alles beissen und die Dinger halten den ganzen Tag problemlos. Also war der Entscheid richtig, nicht beim Schweizer Zahnarzt mich versorgen zu lassen, sondern es hier vor Ort zu tun, und ich habe dabei noch den Service, sollte mal was sein. Uebrigens lässt sich Pratuang auch dort behandeln. 

Einmal wegen ihrem Rücken, diese Behandlung war erfolgreich, ohne Operation kann sie heute wieder schmerzfrei sich bewegen und ihr Blutdruck und ihr Zuckerspiegel haben sich sehr gut auf niedrigem Niveau eingependelt. Das heisst, dieses Spital kann man nur empfehlen und wir haben nun eine Adresse, die wir uns merken und im Notfall auch aufsuchen werden. Ich denke, da wird ihnen geholfen.

Reise nach Phuket

Reise nach Phuket

03.02.2010

Ende Januar unternahmen wir eine Reise nach Phuket. Pratuang hatte dort ein Treffen mit einer Bekannten, die ein Fest organisierte, an welchem sie teilnehmen wollte.

Für mich war das gerade recht um das neue Navigationsgerät zu testen. Also zuerst habe ich das Gerät programmiert mit dem Ziel, worauf ich Informationen bekam, dass die Strecke 930 km betrage und die Fahrzeit 10 Stunden und 5 Minuten. 

Am Abend vor der Abfahrt rief noch mein Schwager an und meinte, es sei aus seiner Sicht etwas problematisch, wenn wir da runter fahren würden und die Gegend nicht kennen. Ich sagte, dass genau deshalb ich ja ein Navi gekauft habe und kein Problem sehe. Pratuang meinte darauf hin, dass wir ihn mitnehmen sollten, wenn nicht als Lotse, so doch als Ersatzfahrer, wenn ich müde würde oder mal keine Lust zum Fahren hätte. Das war für mich kein Problem und so machten wir ab, am nächsten Morgen um 05:00 Uhr abzufahren. 

Wir holten den Schwager ab und um 05:30 Uhr waren wir dann auf dem Weg nach Phuket. Auf dieser Strecke durchquerten wir elf Provinzen. Also es ging los in Chachoengsao. Von dort auf den Motorway durch Samut Prakan hinein nach Bangkok, allerdings über die Stadt, dies auf den Hochstrassen, so dass Bangkok problemlos durchquert werden konnte. Anschliessend fuhren wir in die Provinz Samut Sakhom, eine eher kleine Provinz in Thailand. Daran schloss sich dann Samut Songkhram an, die zweitkleinste Provinz. Danach folgte Petchaburi gefolgt von Prachuap Khiri Khan. Hier ist die bekannteste und wichtigste Stadt Hua Hin, wo auch ein Sommerpalast des thailändischen Königshauses steht. 

Anschliessend durchquerten wir die Provinz Chumphon und trafen dann in der Provinz Surat Thani ein. Bekannt vor allem wegen der Insel Ko Samui, die eine der bekanntesten Inseln Thailands ist. Nach dem Durchqueren von Surat Thani erreichten wir Phangnga, vor allem bekannt wegen der Kalksteininseln, mit den aus dem James Bond Film "der Mann mit dem goldenen Colt" bekannt gewordenen typischen Kalksteinfelsen. Und dann erreichten wir die Insel Phuket über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Kurz nach dem Überqueren folgte der Checkpoint Phuket, und danach begann der letzte Abschnitt der Reise. Und das Navi führte uns bis hierhin ohne ein einziges Problem, gut verständlich gesprochen und sehr gut ersichtlich auf dem Display. 

Jetzt musste es nur noch unser Ziel, welches ich eingegeben hatte, finden, und dann würde ich sehr zufrieden sein. Und es brachte uns auf den Punkt zum Ziel. Die Zeit, es war jetzt 16:30, also hatten wir 11 Stunden gebraucht, davon waren 3 Stopps mit etwa total einer Stunde. Die reine Fahrzeit war also wie berechnet, 10 Stunden, und alles habe ich abgefahren. Auf dem gesamten Weg sind wir nur an einen Unfall heran gefahren. Ein Farang (Ausländer) mit einem schweren Motorrad, der, so sah es zumindest aus, diesen nicht überlebt hat. Das ist dann jeweils ein Moment, wo ich schon sagen muss, „jai jen“ (ruhig bleiben), Niggi, nimm dir Zeit beim fahren hier, und nicht aufregen und ärgern, sondern ruhig und konzentriert bleiben. 

Dazu ist zu sagen, dass Motorrad fahren in Thailand sehr gefährlich ist. Zum einen die aus der Sicht von uns Ausländern nur sehr rudimentär vorhandene Verkehrsdisziplin der Einheimischen, obwohl natürlich Verkehrsregeln existieren, zum anderen die teilweisen schlechten Strassen, überladene Lastwagen und rasende Busse, und zudem wird hier links gefahren, was dann für Ausländer erschwerend dazu kommt. Dazu sieht man nebst den Einheimischen, die zum überwiegenden Teil ohne Helm fahren, auch sehr viele Touristen, die hier im Urlaub sofort die Unsitte des Fahrens ohne Helm übernehmen, und auf den Motorrädern, die nicht plombiert sind, eine 110ccm Maschine macht da ohne Probleme 100 bis 115 Sachen, rumkurven und das Ganze doch sehr unterschätzen.

 Auch sind die gemieteten Roller nicht immer in bestem Zustand, dass scheint aber die Leute dann nicht zu stören.Ok, jetzt war ich etwas geschafft und wollte etwas ausruhen. Das war aber noch nicht möglich, denn zuerst wurde die bekannte von Pratuang besucht, da wurde dann geplaudert und dabei beinahe die Zeit vergessen. Ich drängte dann darauf, jetzt ein Hotel zu suchen, damit ich mich lang legen könnte. Ich stellte mir vor, ein gemütliches kleines Hotel mit guter Küche und für den Morgen mit einer guten Kaffeestube. Man brachte uns aber in ein Appartement, zwar sauber und ruhig, aber nichts mit Essen und Kaffee. Ich mochte aber nicht mehr meckern und so nahmen wir dieses Zimmer. Ich sofort unter die Dusche und danach lang hingelegt und sofort eingeschlafen. 

Am nächsten Morgen erwachte ich mit Rückenschmerzen. War es die Matratze oder hatte ich einen Hexenschuss? Ich weiss es nicht, fühlte mich aber schlecht und so wollte ich nichts unternehmen. Pratuang nahm an dem Fest teil, welches sich von Donnerstagabend bis Samstagabend erstreckte. Wir beschlossen aber, bereits am Samstagmorgen wieder nach Hause zu fahren, da ich mich nicht gut fühlte. Die erste Etappe fuhr dann mein Schwager. Nach etwa 250 km löste ich ihn ab und die letzten 200 km fuhr er wieder. Das war ganz angenehm und ich konnte etwas fotografieren während der Fahrt. Abends um 20:00 Uhr waren wir dann wieder zu Hause. Unsere beiden Hunde flippten beinahe aus, als wir ankamen, und wollten gar nicht von unserer Seite weichen. Die Reise als solche war gelungen, 2000 km in 3 Tagen, für Thailand nicht viel, für mich schon. Aber alles hat durchgehalten, wir, der Wagen und das Navi.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Provinzen_Thailands
auf dieser Seite könnt ihr viel über alle Provinzen Thailands mal nachlesen, mit interessanten Informationen über jede einzelne Provinz. 

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