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Sonntag, 20.05.2012

Tagebuch Archiv «2009»

Besuch unserer Töchter und Enkel

Besuch unserer Töchter und Enkel

19.12.2009

Heute ist unsere Tochter mit den beiden Kindern angekommen.

Sie verbringen zwei Wochen über Weihnachten und Neujahr bei uns. Und am 20.Dezember kommt noch Martina für drei Wochen. Wir freuen uns natürlich sehr unsere Töchter zu sehen und ihnen und den Enkeln etwas von Thailand zu zeigen. Also los zum Flughafen und einmal Daen, Jason und Dennis abholen. Sie waren zwar etwas müde, aber man sah die Wiedersehensfreude, die auch auf unserer Seite da war. Auf der Fahrt nach Hause war die wichtigste Frage der Kinder natürlich, habt ihr die Hunde noch? Und das war den auch das erste, was sie sehen wollten.

Und dann Khao niau und muh sateh essen. Am nächsten Tag dann nochmals zum Airport um Tina abzuholen. So, nun waren wir für das Weihnachts- und Neujahrsfest komplett. Die Ferien konnten beginnen. Es wurden erst mal Wünsche und Anregungen vorgetragen, wohin man gehen möchte und was drin liegt und was eher nicht, den zwei Wochen sind doch etwas wenig um längere Reisen zu unternehmen. Für die Kinder war es klar, ans Meer und schwimmen. Kein Problem, wir sind in 50 Minuten am Meer, und das haben wir den auch gemacht. Für uns Erwachsene hiess das, relaxen, essen, lesen und eine Fussmassage, alles unter Palmen am Strand. So schön kann das Leben sein. Eine Fahrt führte uns nach Laem Ngop in der Provinz Trat, wo wir in idyllischen Bungalows übernachteten, direkt am Meer gelegen, so dass man nachts das Rauschen des Meeres hören konnte. Eine andere Fahrt ging nach Nakhon Nayok, dort besuchten wir einen Tempel zu Ehren von Ganesh, dem Indischen Gott mit dem Elefantenkopf. Und die Kinder konnten dort einen richtigen Elefanten füttern. 

Oder einen Besuch auf dem Nachtmarkt unseres Städtchens, wo die beiden Enkel Sachen fanden, die es so in der Schweiz nicht gibt, vorallem auf dem Sektor Essen, wie etwa frittierte Insekten, die sie zwar sehen wollten, aber essen dann doch nicht. Aber beeindruckt waren sie schon. An Heiligabend habe ich sogar einen Christbaum aufgestellt, ok, einen künstlichen mit farbigen Lämpchen und Kugeln und Lametta, wie es hier eben so gemacht wird, aber nur zu Werbezwecken in den Kaufhäusern. Die Nachbarn haben es aber doch freudig zur Kenntnis genommen. Geschenke werden in Thailand nicht an Weihnachten übergeben, sondern an Neujahr. Wir haben aber unseren Enkeln einige Kleinigkeiten wie gewohnt zu Weihnachten geschenkt. Aber so richtige Weihnachtsstimmung kommt nicht auf, ob es am Wetter liegt? 

Nun, wir genossen die Zeit, die aber wie im Fluge vorbeiging. Und schon am ersten Januar mussten Daen und die beiden Kinder Abschied nehmen um zurück in die Schweiz zu fliegen, wegen der Schule, die am 04.Januar wieder begann. Aber wir hatten ja noch eine Woche mit Tina und nutzen diese auch intensiv mit kleinen Ausflügen, dazwischen aber immer wieder „chillen“, wie sie das nichts tun nennt. Am Sonntag den 10.Januar sehr früh (01:05 BKK time) ging ihr Flieger nach Zürich via Dubai. Abschiede sind das einzig schlechte an Besuchen, aber die Hoffnung und die Freude, dass man sich wieder sieht, helfen einem dann darüber hinweg. Und wir haben Platz, haben die Zeit zusammen genossen und sind sicher, dass sie wieder kommen. Nun habe ich auch wieder etwas Zeit, um die gemachten Bilder zu ordnen und meine Homepage upzudaten.

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Nachtrag in Sachen Hunde. Makaam wurde am 21.Dezember kastriert und hat es gut überstanden. Baby bekommt alle drei Monate eine Spritze um eine Läufigkeit zu verhindern. Es ist so, dass hier Weibchen eher nicht kastriert werden sondern mittels der Spritzen behandelt werden. Wichtig ist es aber allemal, dass man der Flut Einhalt gebietet. Die Mutter der beiden hat in der Zwischenzeit bereits wieder einen Wurf zur Welt gebracht, und dies nur, weil der Tierarzt keine Zeit hatte, als es nach dem Absäugen des Wurfes notwendig gewesen wäre, sie zu sterilisieren. Nun, wir werden diese jungen Hunde auch versuchen, durch Füttern gesund zu halten um sie dann als grössere Welpen irgendwo unterbringen zu können. Und dieses Mal hole ich den Tierarzt dann persönlich, damit er die Hündin dannach sterilisiert. Und es werden noch sicher zwei weitere Geschwister von Baby und Makaam behandelt.

Unsere Hunde

Unsere Hunde

19.11.2009

Makaam und Baby, so heissen unsere beiden Hunde. Sie sind jetzt etwa 5 Monate alt.

Genau kann ich es nicht sagen, da uns ja damals die Mutter die Welpen unter unser Auto gelegt hat, wir aber nicht sagen konnten, wie alt sie damals schon waren. In der Zwischenzeit haben wir von den sechs Welpen vier abgeben können und behielten dann die letzten zwei für uns. Eigentlich war ja vorgesehen, dass wir den schwarz weissen Rüden und die braunweiss gefleckte Hundedame behalten. Eine Nachbarin, welche zwei der Welpen nahm, hatte sich aber in den schwarz weissen Hund verliebt und wollte unbedingt den bekommen. 

Sie nannte ihn von Anfang an Panda, da ja dieses Jahr in Chiang Mai ein Panda geboren wurde und im Land eine richtige Pandamanie herrschte. Wir waren einverstanden, denn wichtig war uns, dass wir die jungen Hunde unterbringen konnten. So blieb dann für uns die braunweiss gefleckte junge Dame, die wir Baby nennen. Sie ist so eine kleine Prinzessin auf der Erbse mit ihren Allüren, scheu, ängstlich, manchmal etwas dümmlich, kann aber schauen, da wird man schwach, kann aber auch mal wütend werden, wenn jemand ihr einen Leckerbissen streitig machen will. Sicher nicht das, was man sich unter einem Wachhund vorstellt. 

Aber dafür haben wir Makaam bekommen. Ein richtiger Wachhund, der seine Pflichten bereits sehr ernst nimmt und jeden, den er nicht kennt, erst mal richtig verbellt. Er ist sehr gelehrig, versucht zwar immer wieder mal, mir den Meister zu zeigen, akzeptiert aber meine Position als „Oberhund“ problemlos. Er weiss immer genau, wenn er was gemacht hat, dass ich nicht mag. So zum Beispiel im Abwassertümpel auf dem angrenzenden Grundstück zu baden und dann fürchterlich stinkend nach Hause zu kommen, da weiss er dann, jetzt muss gebadet werden und der Alte wird motzen. Also etwas warten, bis der Oberhund sich abgeregt hat und dann halt ins Bad gehen. Und er kennt schon sehr genau, wer zu unserer Strasse gehört und nicht gemeldet werden muss und wer Hunde nicht mag in der Nachbarschaft, die knurrt er an, obwohl er sie kennt. Ich bin im Nachhinein sehr froh, dass wir Makaam genommen haben. In der Zwischenzeit hat sich noch mehr Nachwuchs eingestellt. 

Eine andere Hundedame hat uns ebenfalls 5 junge Welpen in die Garage gelegt. Ob sich das wohl bei den Hunden rumgesprochen hat? Nun, wir wollten aber nicht nochmals das gleiche Prozedere durführen mit allem drum und dran. Aber da haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Also haben wir entschieden, etwas füttern, damit sie schön kräftig werden und Plätze suche. Zwei konnten wir bereits abgeben und die drei anderen sollten nächstens auch noch unterkommen. Aber man muss die Lage generell entschärfen, denn immer wieder Welpen in der Garage, muss nicht sein. Ich denke da an Sterilisieren und habe deshalb beschlossen, unsere zwei und die zwei der Nachbarin sterilisieren zu lassen und wenn möglich noch den einen oder anderen aus der Strasse, in der Hoffnung, mindestens hier etwas gegen die Hundeflut gemacht zu haben, Den leider ist hier in Thailand an diesem Problem nicht wirklich jemand interessiert, einerseits verständlich bei all den Problemen mit denen die Menschen hier tagtäglich zu kämpfen haben, aber andererseits wäre die Lösung dieses Problems auch ein Teil der Lösung anderer Probleme wie Hundebisse, die täglich vorkommen und dann erhebliche Kosten für die Leute mit sich bringen, da hier praktisch niemand als Kleinkind schon gegen Starrkrampf geimpft ist. 

Oder dass Abfall von hungrigen Hunden durchwühlt wird und dabei schön im ganzen Quartier verteilt wird. Nun, ich weiss, dass ich die Welt nicht ändern kann, aber die eine oder andere Kleinigkeit dazu beitragen, dass hilft doch schon etwas. Und unsere beiden Hunde sind deshalb wahrscheinlich schon etwas privilegiert hier, aber ich denke, wenn man eine Aufgabe übernimmt, soll man sie richtig ausführen. Ich werde sicher später wieder über die beiden schreiben und das eine oder andere Bild einstellen.

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Gartenbau à la Niggi

Gartenbau à la Niggi

12.-15.11.2009

Ich wollte schon längere Zeit etwas an der Umgebung unseres Hauses ändern.

Die Strasse, die ich letztes Jahr ja umgebaut habe, ist leider wieder etwas verlottert, da sich die Nachbarn nicht wirklich dafür interessieren und die Gemeinde uns informiert hat, dass unsere Strasse jetzt definitiv erst nächstes Jahr im Oktober befestigt wird. Wie es aussieht, wird dann die Strasse mit Asphalt und einer Abwasserleitung saniert. Deren Wort in Gottes Ohr. In der Zwischenzeit werde ich mindestens den Teil zu unseren Haus sauber halten und ausbessern, wenn immer es nötig ist. Aber die direkte Umgebung um unser Haus besteht eigentlich aus Gemeindeboden, der irgendwann einmal für eine zusätzliche Strasse in diesem Quartier gebraucht wird, wann allerdings, weiss keiner im Moment, da der Bauboom hier praktisch still steht. 

Also wird dieses Gelände von den Anrainern vorallem als Abfallplatz benutzt oder verwildert einfach. Früher hat die Gemeinde einmal im Jahr wenigstens gemäht, aber das ist jetzt nicht mehr der Fall. Ich habe an einigen Stellen nachgefragt ob ich das Gelände benutzen darf, bis die Strasse gebaut wird. Die Antworten waren so vielfältig wie ich Personen gefragt habe. Also habe ich beschlossen, ich benutze es, aber so, dass ich im Falle alles innerhalb von einer Woche abgebaut habe. Und niemand stört sich daran. 

Als erstes habe ich letztes Jahr meine Garage darauf gebaut, zum demontieren in einem halben Tag. Dann habe ich begonnen, rund ums Haus zu Roden und Unmengen von Abfall zu beseitigen. Vorallem Plastik in allen Formen von Verpackungen, hier herrscht eine unglaubliche Mentalität des „Wegschmeissens“, Glas, Batterien und Dosen, einfach alles was sich irgendwie wegschmeissen lässt wird weggeschmissen. Und obwohl es an einigen Stellen Abfalltonnen gibt in unserem Quartier, nein, es wird weggeworfen, wo man gerade steht. Allerdings haben sich einige unsere Nachbarn an uns ein Beispiel genommen und tragen ihren Müll nun schön zur Sammelstelle. 

Die sieht zwar aus, es graust einem. Weil man beim vorbeilaufen den Müll versucht, in die Tonnen zu werfen, aber jeder zweite Wurf scheint daneben zu gehen, es dann aufheben, Fehlanzeige. Und wenn die Tonnen voll sind, einfach daneben gekippt und immer grösser wird die Müllhalde. Und da man alles wegwirft, nebst Hausmüll auch Speisereste, und dies nicht zu knapp, dann kommen die Hunde und durchwühlen den Abfall nach Essbarem und verteilen dabei alles schön im Quartier. Aber zurück zum Thema. Ich wollte schon immer Rasen haben, viele Blumen und Platz zum grillieren und zum zusammen sitzen mit Nachbarn und Freunden. Also habe ich den Platz neben der Garage etwas planiert und mit Zementringen abgegrenzt. Ein Ring mit einem Durchmesser von 80 cm kostete mich dabei etwa 4 Franken, also erschwinglich. Ich bestellte 20 Stück und die wurden mir dann an einem Sonntagmorgen geliefert. Nun konnte ich beginnen mit dem Umbau. 

Die Schaukel neu platzieren, das Bambushäuschen ebenso, mit Rasen unterlegen und danach altes Bestehendes abbrechen, die Einfassung mit den Ringen setzen, Erde organisieren und Pflanzen holen in der Nähe von Rangsit und los ging es. Ich war vier Tage zusammen mit Pratuang an der Arbeit und am Samstag den 14. November war dann das wichtigste fertig. Wir beschlossen kurzerhand, am Sonntag eine Grillparty zur Einweihung zu machen. Also hat Pratuang die Leute eingeladen und am Sonntagmorgen sind wir dann einkaufen gegangen. Fleisch, Früchte, Gemüse, Getränke und anderes mehr. Es sollte die Lieblingsspeise der Thais geben, Somtam, (Papayasalat) und viel Fleisch vom Grill. Am Nachmittag startete ich schon mal den Grill, holte die Festbankgarnitur raus und baute so den Platz auf für den frühen Abend. Und es wurde ein voller Erfolg. Es kamen zwar nicht alle Nachbarn, aber was soll`s, diejenigen, die mit uns zusammen etwas für ein schöneres Quartier tun, waren dabei und es kamen Freunde und Bekannte und Verwandte und alle genossen den Abend. 

Ich denke, wir können das öfters wiederholen, dass hilft sicher, dass Verständnis untereinander zu fördern. Apropos Verständnis, ich habe eine Kompost installiert und da hier ja ein sehr feucht heisses Klima herrscht, verrotten organische Abfälle sehr schnell. Meine Nachbarn haben zuerst nur den Kopf geschüttelt, die werfen alles zusammen in den Hausmüll. Ich erklärte einigen, die fragten, warum ich das mache. Und siehe da, letzte Woche kam die erste Nachbarin und fragte, ob sie ihre Gemüse und Früchteabfälle auf den Kompost werfen dürfe. Klar durfte sie, So kann man mit Beispielen etwas bewirken ohne dass man Lehrerhaft wirkt. 

Lernen durch Überzeugung. Pratuang und ich haben dann noch einige Kleinigkeiten weiter gebaut im Garten, Ein kleines Bad, noch mehr Blumen, einige Gewürze und Pratuang hat noch einige Heilpflanzen gesetzt. Und nun müssen wir, wie es sich gehört, giessen, vorallem den Rasen, den wir gelegt haben, damit der gedeiht. Dazu habe ich noch eine Wasserleitung gelegt bis in den Garten, damit das giessen einfach geht. Ich habe aber immer noch zu tun. Es ist noch nicht alles bepflanzt und es hat noch Platz. Ach ja, wir haben noch zwei Bananenstauden und zwei Papaya Bäumchen gepflanzt. Mal sehen, was daraus wird. 

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Jahrzeit

Jahrzeit

27.09.2009

Jahrzeit für meine Schwiegermutter.

Am 25. September jährte sich zum zweiten Mal der Todestag meiner Schwiegermutter. An so einem Gedenktag geht man entweder in einen Tempel oder man lädt Mönche nach Hause ein für ein Tamboon= Gutes tun. Wir beschlossen, es im Tempel zu machen und fragten bei einem kleinen Tempel in der näheren Umgebung an, ob wir es dort machen dürfen. Der Abt war mir auf den ersten Blick sympathisch und er sagte auch zu, mit seinen Mönchen dies zu tun. 

Wir beschlossen, das Tamboon am Sonntag zu machen, da mein Schwager und seine Frau, die in der gleichen Stadt wohnen, auch dabei sein können. Es sollten eigentlich alle Kinder der Schwiegermutter dies tun oder dabei sein. Allerdings sagten die beiden dann am Samstagabend kurzfristig ab. So ein Tamboon sieht dann in etwa folgendermassen aus. Es wird Essen für die Mönche gekocht, und es werden Gaben zusammen gestellt, wie etwa eine Mönchskutte, Kerzen, Dinge des täglichen Gebrauchs wie Seife, Zahnpasta, Nähzeug, Sandalen, Medikamente, Esswaren, Getränke, usw. Das wird dann in einen meistens gelben Kessel verpackt, wir haben diesmal eine grosse Aluminiumpfanne genommen, und am Ende der Zeremonie den Mönchen überreicht. Dazu noch für jeden eine Blume mit Kerzen und Räucherstäbchen sowie ein Briefumschlag mit einer Barspende drin. Tamboon bedeutet wie gesagt, etwas Gutes tun, in dem man für die Mönche spendet und sich dadurch Glück und Zufriedenheit erwirbt. 

Also legte Pratuang los mit der Organisation und den Vorbereitungen. Essen einkaufen, Hilfe beim Zubereiten organisieren, einkaufen der Gaben, was genau muss dabei sein, usw. Zwei Nachbarinnen erklärten sich bereit, ihr dabei zu helfen. Am Samstagabend war dann alles soweit bereit, bis auf das Essen, welches frisch sein soll und deshalb erst am Sonntagmorgen zubereitet wird. Also am Sonntag um 05:00 Uhr Tagwache und loslegen mit dem Essen. Noch schnell in die Stadt um letzte Zutaten zu holen , im Garten Blumen schneiden und Sträusse binden, das habe ich ja mal gelernt zum guten Glück, und dann um etwa halb zehn mit den Nachbarinnen zusammen losfahren zum Tempel. 

Dort begannen wir dann mit dem bereitstellen der Speisen und Gaben, dazu konnten wir das Geschirr des Tempels benutzen, welches in den meisten Tempeln reichlich vorhanden ist. Nachdem alles schön zusammen gestellt war, rief ein Gong die Mönche zusammen zum Gebet. Unter Anleitung des Abtes begann dann die Zeremonie, bei der abwechselnd die Gäste und die Mönche im typischen Singsang die für die Totenehrung vorgesehenen Gebete beteten. Anschliessend an die Zeremonie wurde den Mönchen das Essen serviert. Nachdem sie dann fertig waren, wurden die übrig gebliebenen Speisen abgetragen und die Helfer des Tempels, meist junge Männer, konnten nun ebenfalls essen. Wir hätten jetzt auch essen können, aber wir wollten dies dann zuhause tun. 

Bei jeder Speisung der Mönche essen diese zuerst und alleine, die Spender/Gäste essen immer erst nachher. Und alles, was übrig bleibt, darf danach von den Leuten gegessen, respektive mit nach Hause genommen werden. Eine sinnvolle Sache finde ich. Man gibt und man bekommt. Meine beiden Nachbarinnen fanden allerdings, dass so ein Tamboon doch recht teuer sei, und sie deshalb eher wenige Male so etwas machen. Ok, wenn man sieht, was die durchschnittlichen Leute hier verdienen und was wir für diesen Tag ausgegeben haben, muss ich ihnen Recht geben. Allerdings frage ich mich, ob man so ein Tamboon nicht auch einfacher machen könnte, aber da kommt dann wieder das folgende Problem zu Zuge. 

Man darf nicht knausern, sonst verliert man das Gesicht. Also lieber kein Tamboon. Man kann aber auch täglich sein kleines Tamboon machen. Am Morgen gehen die Mönche auf den Strassen Essen sammeln, und hier kann man mit wenigen Esswaren, die man selber gekocht hat oder in einem der unzähligen Essensstände kaufen kann, dies den Mönchen spenden und damit etwas Gutes tun. Dies ist dann wirklich nicht teuer, aber man muss halt früh aufstehen und etwas kochen. Wir tun dies auch ab und zu. Aber oft gehen wir auch an dem sogenannten Wan Pha = Tag des Buddha, im Durchschnitt etwa alle Woche einmal, am frühen Morgen in den Tempel und bringen etwas Essen mit und beten dort. 

Ich habe mich daran gewöhnt und kann dabei sogar etwas wie Kraft tanken. Zumindest fühlt es sich so an. Und das ist doch gut so. Nun, nachdem wir wieder zuhause waren, haben wir noch übriges Essen an unsere beiden Nachbarinnen verteilt, sodass auch diese beiden noch in den Genuss eines guten Essens kamen.

Die Bilder zu 'Jahrzeit'... 

Besuch aus der Schweiz

Besuch aus der Schweiz

19.10.2009

Am 05.Oktober holten wir Reto am Flughafen Bangkok ab.

Er hat mit mir zusammen in Basel am Flughafen gearbeitet und wollte uns einmal in Thailand besuchen. Wir waren sofort einverstanden und haben schon einmal das Gästezimmer vorbereitet, nämlich noch schnell eine Klimaanlage montieren lassen, damit man in diesem Zimmer ab sofort gut schlafen kann trotz der Temperaturen hier. Wir hatten per mail Kontakt und es wurde alles im Voraus organisiert, soweit es notwendig war. Er erbot sich auch noch, uns etwas mit zubringen, was wir gerne annahmen. 

So wünschte ich mir, etwas Käse aus der Heimat, der mir hier doch etwas fehlt, nicht gravierend, aber manchmal doch etwas. Nun, um 14:00 Uhr landete seine Maschine aus Frankfurt kommend, und nach etwa 45 Minuten hatte er die Passkontrolle und die Gepäckausgabe passiert und wir konnten ihn in Empfang nehmen. Wir fuhren Richtung Chachoengsao, hielten unterwegs aber noch an um mit ihm sein erstes thailändische Mittagessen zu geniessen. Es schien ihm zu schmecken, was für uns schon mal beruhigend war, Essen sollte also kein Problem sein. Nach dem Essen ging es dann nach Hause. Da angekommen wurden wir von unseren beiden Hunden begrüsst, und Reto wurde gleich akzeptiert von den beiden. (Über die beiden Hunde gibt es später einen eigenen Bericht) Nachdem das Zimmer bezogen war und wir die neusten Nachrichten aus der Schweiz diskutiert hatten, gab es Nachtessen und danach war Schlafen angesagt für ihn, war er doch sehr lange unterwegs und entsprechend müde. Pratuang und ich überlegten dann, was wir ihm so alles zeigen wollten in den nächsten zwei Wochen. 

Es gab dabei einige Einschränkungen aufgrund der Regenzeit die einige Gebiete wahrscheinlich überschwemmt sein würden. Wir fassten vorallem die alte Königstadt Sukothai ins Auge, mussten dies dann aber genau wie einen Besuch in der anderen alten Königstadt Ayutthaya absagen wegen Hochwasser. Nun, es gab noch andere Sehenswürdigkeiten, die wir ihm zeigen wollten. Und natürlich wollten wir ihm ein wenig zeigen, wie wir hier leben und wie die durchschnittliche Bevölkerung lebt. In den nun folgenden 14 Tagen fuhren wir abwechselnd mal etwas weiter oder auch nur in die nähere Umgebung und zeigten ihm so etwas von unserer neuen Heimat. Daneben half mir Reto bei einigen kleineren Reparaturarbeiten im und ums Haus, was mir sehr gelegen kam und alles, was er machte, machte er gut. Danke an dieser Stelle nochmals. Die Zeit verging wie im Fluge und am 18. Oktober hiess es schon wieder, Abschied nehmen. Wir fuhren am Abend mit Reto zum Flughafen wo wir uns nach dem einchecken dann verabschiedeten. 

Für uns war es eine schöne Zeit und wir hoffen natürlich, dass es auch für Reto so war. Wir verabredeten, dass er wieder kommen soll wenn es ihm möglich ist und er es möchte. Wir jedenfalls haben immer ein Zimmer frei für mögliche Gäste. Im Bilderarchiv habe ich zu diesem Bericht Bilder abgelegt, welche unsere Aktivitäten der 14 Tage zeigen. 

Bildergalerie zu: 'Besuch aus der Schweiz'...

Küchenumbau auf thailändisch

Küchenumbau auf thailändisch

12.08.2009

Wir beschlossen, in unserer Küche einige Umbauten zu machen.

So wollten wir ein grosses Fenster einbauen, damit wir mehr Licht und mehr Luft im Haus haben, und eine eingebaute Spüle mit Kochfeld und Arbeitsplatz. Zuerst wurde mal die Dimension des Fensters festgelegt und dann dazu ein vorgefertigtes Fenster gekauft. Die Mauer war relativ schnell ausgebrochen und der Rahmen wurde eingesetzt. Ich hatte davon eine etwas andere Vorstellung, wie man das macht, aber hier wird einfach der Holzrahmen in die Mauer gemauert, ohne irgendwelche Verankerung. Das sei hier so üblich und halte.

 Na ja, die müssen es ja wissen. Dann ging es an den Innenausbau. Bei uns wird dies mittels einer grossen Platte gemacht, in die dann die Spüle und das Kochfeld eingelassen wird. Drunter kommen dann Einbauschränke nach Wunsch. Eine Arbeitsplatte hatte ich nicht. Aber unser Baumeister sagte, er macht das wie hier üblich, er mauert mir das. Ich habe ihm also meine Wünsche bekannt gegeben, vorallem, alles sollte am Schluss eine Ebene sein und mit Platten so abgedeckt werden, dass die Reinigung eine einfache und unkomplizierte Sache ist. Schon die Vorbereitung der Arbeit war doch ziemlich unterschiedlich für meine Vorstellung. Zuerst hinter dem Haus im Garten mal ein paar lange gerade Äste abgesägt um daraus ein Gestell zu zimmern, welches dann die Grundlage für das Einbauteil werden sollte. 

Immer wieder fehlte was und der Mitarbeiter suchte sich alles irgendwie und irgendwo zusammen. Dann ging es los mit dem zusammen nageln der Holzteile. Sah irgendwie schon unfachmännisch aus, aber es schien zumindest zu halten. Ich insistierte immer wieder mal, wenn ich der Meinung war, dass meine Wünsche nicht richtig interpretiert würden, was aber jeweils nur mit einem mai pen rai (macht nichts) und mai mi panha (kein Problem) beantwortet wurde. Auf meine Frage, ob wir nicht zuerst den Spültisch kaufen sollten, damit die Grösse der Aussparrung bekannt ist, mai mi panha, das passt schon. 

Ist das Kochfeld ausgemessen, damit diese Aussparrung richtig ist? Mai mi panha, passt schon. Ich ungläubiger Farang, bezweifle das, aber so ist es hier. Es klappt schon am Schluss, basta. Also lass ich die beiden zimmern und betonieren, sogar mit Armierungseisen, soll und muss ja halten. Sieht nicht schlecht aus, und irgendwie denke ich, könnte es sogar klappen. Nun, während dem der Beton ziehen und trocknen muss, gehen wir die Spüle und die Elemente für den Unterbau kaufen. Ich frage den Baumeister immer wieder, ob dies oder jenes denn auch passen wird, und er bestätigte durchs Band weg, ja, mai mi panha. Zurück zuhause, was soll ich sagen, die Spüle passte nicht, er musste das Loch vergrössern, ich aber unterliess es, einen Kommentar abzugeben, hätte ja eh nichts gebracht. Nur heimlich habe ich mich geärgert. Die Arbeit ging dann etwas schleppend weiter, der Baumeister hatte was anderes zu tun. Ein hier übliches Vorgehen, man kann sich nicht ganz richtig verlassen, muss man eben einfach akzeptieren. 

Zwei Tage später ging es dann weiter. Die Spüle wurde eingebaut, die Fliessen gelegt und alles sah eigentlich ganz gut aus. Ich holte nun das Kochfeld, um es einzusetzen. Und siehe da, die Aussparrung war zu gross, alles bereits gefliest und keine Möglichkeit mehr, ohne übergrossen Aufwand dies zu reparieren. Und was hiess es vom Baumeister, als ich ihn darauf hin ansprach, mai pen rai, in Thailand machen wir das immer so. (grrr..krrrr…wurg…und so weiter), aber was soll`s, ich musste das ja wissen, also jai jen (cool bleiben) und freundlich lächeln. Als solches funktioniert die Küche ja, und sieht gut aus, ist praktisch zum arbeiten und gefällt allen. Auch das es hell ist und luftig, wiegt dann am Schluss die nicht ganz nach meinen Wünschen gebaute Einrichtung auf. Und hinter dem Haus habe ich noch ein kleine Blumengärtchen angelegt, ist zwar nicht unser eigener Boden, er gehört der Gemeinde, aber ich schaue gerne aus dem Fenster und sehe dann eben lieber Blumen als den üblichen Wildwuchs. 

Und ich unterhalte und pflege erst noch umsonst den Boden der Gemeinde. Dabei fällt mir ein, wir wollen nächstens mal mit der Gemeinde reden, ob wir den Boden um unser Haus mieten können, um etwas Sicherheit zu haben, dass alles was ich da so mache, wir auch einige Zeit benutzen dürfen. Denn nach etwa 12 Metern hinter dem Haus ist Privatland, das eventuell zu kaufen ist, was super wäre. Ich berichte darüber aber dann später mehr, wenn ich genaueres weiss. Und damit es bei Regen nicht durch das offene Fenster regnet, haben wir noch ein schönes Vordach über dem Fenster montiert. 

Und so richtig eingeweiht haben wir die Küche dann zusammen mit Michael, unserm Sohn, in dem wir Pizza gebacken haben und so festgestellt haben, die Küche ist ok.

Bildergalerie zu: 'Küchenumbau auf thailändisch'...

Die erste Pizza

Die erste Pizza

14.08.2009

Die erste selbst gemachte Pizza.

Am Donnerstag ist mein Sohn Michael (wir nennen ihn En) mit seiner Frau Lek und noch drei Bekannten zu uns auf Besuch gekommen. Gleichzeitig ist der Umbau unserer Küche fertig geworden. In der Schweiz hat mich Michael noch im Brot backen und Pizza machen unterrichtet. Ich habe dann einen Pizzaofen mitgenommen und habe deshalb heute die Gelegenheit am Schopf gepackt und zusammen mit En Pizzas gemacht. Meine Nachbarn warten ja schon lange auf eine meiner Pizzen. 

Aber ich konnte die Hefe nicht finden in meinem Umzugsgut uns so hat mir En nochmals Hefe mit gebracht. Denn Rest hatte ich da, wie Mehl, geschälte Tomaten und alle notwendigen Zutaten, bis eben auf die Trockenhefe. Und Käse haben wir noch schnell eingekauft. Allerdings ist Mozzarella aus Australien sehr teuer, (umgerechnet ca.60.00 Franken das Kilo) und ob diese gut schmeckt, weiss ich nicht, also haben wir günstigere Mozzarella aus einheimischer Produktion genommen( etwa 20 Franken das Kilo), so hatten wir zumindest mal Käse für die Pizza. 

Ich habe dann En gebeten, mir nochmals zu zeigen wie die Herstellung des Teiges vor sich geht und wir haben vorallem noch keine Erfahrung, wie lange in der Wärme von Thailand der Teig ruhen muss bis er verarbeitet werden kann. Aber er als Meister hat dies bestens erledigt und nach der Ruhephase begann das Backen. Teig rollen, in eine runde Form bringen, mit Tomaten und diversen Beilagen belegen und dann zum Schluss den Käse drauf. Die Pizza auf dem Stein in den Ofen und mal probieren, wie heiss und wie lange es braucht, bis da eine Pizza raus kommt, die in unseren Augen diesen Namen auch verdient. Nicht wie im Pizzaladen, diese weichen und faden Pizzen, die man allenfalls an die Wand schmeissen kann und zum kitten von Fugen benutzen kann. Nein, knusperig sollte der Rand schon sein und so richtig rassig gewürzt. 

Nach etwa 25 Minuten im Ofen, ich denke, ich muss da noch etwas experimentieren mit der Hitze und der Zeit, konnten wir die erste Pizza aus dem Ofen nehmen und gleich mal probieren. Uns zwei hat es geschmeckt, also ging die erste an unseren Besuch. Die Reaktion war positiv, sodass wir eine zweite machten, mit anderem Belag. Auch diese gelang und wurde positiv beurteilt. Also noch eine dritte, welche Pratuang dann unseren Nachbarn zum probieren brachte. Auch hier war das Resultat erfolgreich. Die eine Nachbarin, welche selbst einen Backofen hat, wollte gleich rüber kommen, um zu zusehen, und ab zuschauen, wie das mit dem Pizzabacken geht. Ich werde es ihr natürlich zeigen, es ist ja kein Geheimnis dabei. Als Dank hat sie dann in der Nacht zum Samstag eine Torte gebacken für En, der am 15. August seinen Geburtstag feiert. Wir gratulieren ihm natürlich recht herzlich und hoffen, er feiert diesen Tag so richtig in seiner Lieblingsstadt, Bangkok. 

Ich werde mich am Sonntag dann zum ersten Mal hier an eigene Brötchen wagen, auch da sind die im Laden erhältlichen nicht nach unserem Geschmack, weich und süss, nichts von knusprig und so. Also selber machen, dann schmeckts hoffentlich. Bilder dazu gibt es im Bilder Archiv, unter Thailand, verschiedenes.

Die Pizza Bilder...

Hundebabys

Hundebabys

27.07.2009

Da ruft mir Pratuang letzthin zu, eine Hundedame mit mehreren Welpen hätte es sich unter unserem Garagendach bequem gemacht.

Ich denke zuerst, dass soll ein Scherz sein, Hunde hat es hier doch schon mehr als genug, und nun sucht sich eine genau meine Garage aus? Na ja, verstehen kann ich es schon, ist trocken und sauber da drunter, und noch geschützt. Also hin und nachsehen. Tatsächlich, da liegen so an die 6 – 8 Welpen und eine stolze Mama. 

Was nun, es ist gefährlich, wenn man erst mal die süssen Dinger gesehen hat, kann man sich nur noch schwer davon trennen. Ich studiere und studiere und rede mir Pratuang, aber dann habe ich sie eben gesehen und der Entscheid war gefallen. Behalten, Abnehmer suchen und die zwei schönsten für mich. Natürlich werden diese zwei dann kastriert, denn eine Zucht will ich nicht aufmachen, im Gegenteil, die Leute versuchen zu überzeugen, weniger Hunde machen weniger Lärm und machen weniger Dreck um die Abfalltonnen herum. Das ist in unserem Quartier so ein Lieblingsplatz für Hunde, da es herrenlose sind und diese nur unregelmässig gefüttert werden, mit halt allem, was man nicht mehr selbst isst. Aber zuerst mal durchzählen und überlegen, dass es unter unserem Auto nicht so richtig ideal ist für Hundewelpen. Aber da haben wir doch ein zweites Haus mit einem eingezäunten Vorplatz. Genau, da werden die Welpen hin gezügelt. Beim einsammeln zählen wir mal und kommen auf sieben Junge, aber eins davon ist tot. 

Die restlichen sechs packe ich in einen Korb und bringe sie rüber ins neue Heim. Die Mama ist nicht unbedingt richtig begeistert aber folgt schliesslich nach. Schnell bemerken wir, dass die Jungen immer wieder ausbrechen, die schlüpfen durch jede kleine Lücke die sie finden. Also muss ich noch den Zaun mit Gittergeflecht verstärken, damit die Jungen drinbleiben und nicht überfahren werden. Mit mir kann es die Mama nicht so richtig, aber zu Pratuang hat sie Vertrauen und gehorcht ihr. Nun füttert sie die Mama, damit sie genug Milch produziert und die Babies gut aufzieht. Ich spiele mit den Jungen und behandle sie schon mal mit Flohpulver, damit sie sauber bleiben. Die Geschlechter sind auch erfasst, 2,4, dass heisst 2 Männchen und 4 Weibchen. Ich möchte ein schön schwarzweiss gefärbtes Männchen und ein geflecktes Weibchen behalten. Meine Schwägerin, welche gerade zu Besuch ist, möchte das andere Männchen mit nach Hause nehmen, prima, so habe ich bereits die Hälfte versorgt. Nun kommen die Nachbarn, und alle wollen mir Namen für die Jungen vorschlagen. 

Der schwarzweiss gefleckte Junge soll Panda heissen. In Thailand herrscht gerade eine Pandamanie, da im Zoo von Chiang Mai ein Panda geboren wurde. Ich aber möchte meine beiden Hunde ganz einfach eins und zwei nennen, in Thai heisst das dann Nüng und Song. Da ernte ich aber nur Kopfschütteln. Aber ich denk mal, dass ich mich durchsetzen werde. 

Nun, ich berichte weiter, mal sehen, was daraus noch wird. Ob alle überleben und ob mal einer einfach so wegkommt, denn junge Hunde sind schon herzig. Aber es wären ja noch drei zum weggeben, ich hoffe, wir schaffen das. Mehr Bilder hat es im Bilderarchiv, die habe ich heute da eingestellt.

Bilder zu den 'Hundebabys'...

Der Container ist endlich da

Der Container ist endlich da

16.07.2009

Der Container ist angekommen.

Mit angekommen meine ich, er steht nun vor meinem Haus und kann entladen werden. Es ist 19:00 Uhr abends, aber er ist da. Aber der Reihe nach. So einfach wie es nun aussieht, war es nicht, leider. Ich habe im Internet etliche Geschichten darüber gelesen, wie es anderen Auswanderern ergangen ist, beim Versuch, ihre Sachen aus der alten Heimat nach Thailand zu bringen. Und ich hatte ja auch schon Erfahrung damit, nämlich letztes Jahr, als ich mit dem Flugzeug einige Sachen nach Thailand verschickt hatte. 

Ich dachte damals, das wäre unschlagbar, was ich beim abholen der Fracht am Airport erlebte. Aber nun wurde ich eines Besseren belehrt, das kann man problemlos toppen. Der Versand des Containers aus der Schweiz war eine einfache und problemlose Sache. Beste Unterstützung durch die kompetenten Mitarbeiter der Firma Team Transport in Muttenz, welche mir alles erledigten und das schnell, zu fairen Preisen und gut. Die Ankunft des Containers in Thailand war auf den 28.Juni vorgesehen. Ich hatte auch eine Kontaktadresse in Thailand, die den weiteren Ablauf wie Verzollung und Transport bis zu uns organisieren würde. 

Etwa zwei Wochen vor Ankunft rief uns eine Spedition an und forderte uns auf, Kontakt mit ihnen aufzunehmen um einen reibungslosen Ablauf zu organisieren. Wir gingen davon aus, dass es die uns von der Schweiz aus angegebene Firma sein muss, denn woher sonst sollte jemand unsere Daten und Infos zum Container haben. Also dahin gefahren, unsere Unterlagen und alles was notwendig war, dabei. Dabei bemerkte ich, dass es eine andere Spedition war als angegeben. Auf meine Frage, warum und wie sie an meine Adresse gekommen sind, erklärte man mir, dass die Reederei ihnen die Infos übergeben, da auf dem Frachtbrief nichts stand, wer der Spediteur sein soll. Deshalb entscheid die Reederei so, sagte man mir. Eine jüngere Dame, eine Assistant Sales Managerin empfing uns und begann mit erklären, wie dass in etwa ablaufen würde. Sie rechne mit drei Tagen nach Ankunft des Containers. Einen Tag um den Container von der Reederei zu übernehmen, einen Tag zum Verzollen und den dritten Tag dann, um den Transport nach Chachoengsao zu organisieren. Prima, das war so richtig nach meinem Geschmack und widersprach so den Infos, die ich aus dem Internet hatte. Sie stutze zwar etwas, als sie die Packingliste sah, aber nach 35 Jahren in der Schweiz hatte man doch einiges zusammengebracht und es wurde mir in der Schweiz empfohlen, eine genaue Liste auf englisch zu erstellen. Sie sagte, dass sie nun alles übersetzen müsse, ich verstand zwar nicht, warum, aber sei es drum, sie muss das ja wissen. 

Ein weiterer Punkt, der ihr nicht so richtig gefiel, waren einige Kartons mit Buddha und andern Figuren, die wir nach Thailand zurücknehmen wollten. Sie meinte, dass sei eher nicht üblich, aber sie werde diese Sachen einfach anders benennen. Sie nannte uns noch den Preis für die Arbeit und wir müssten den Betrag sofort überweisen, gegen Rechnung und Quittung natürlich. Also, wir fuhren eigentlich zufrieden nach Hause und bereiteten uns schon mal auf das Entladen in einigen Tagen vor und überwiesen den Betrag. Und nun begann das Warten. Am Donnerstag nach Ankunft informierte uns die Firma, dass es Probleme gebe wegen den Buddha Figuren. Sie müsse eine Bewilligung des zuständigen Departements für Fine Arts besorgen. Dies dauere etwa eine Woche. Uns war nicht klar, warum, hatte sie doch gesagt, dass auf der übersetzten Liste die Bezeichnung Buddha Figuren nicht auftauchen würde. Man erklärte uns, dass der ganze Container kontrolliert werden würde, Kiste für Kiste und Schachtel für Schachtel, dass sei eben so. Wir wurden schon mal etwas nervig, aber hofften, dass es doch zu einem guten Abschluss kommen würde. 

Nach einer Woche kam dann die Meldung, dass zwei Herren vom Fine Art Departement kommen würden um die Figuren zu kontrollieren, ob es eventuell gestohlene antike Figuren sein könnten, Die hätte ich dann aber ganz sicher auf der Ladeliste aufgeführt. Doof, aber was solls. Dafür forderte man 20`000 Baht für diese Arbeit. Nun war mir klar, man zockt uns ab. Wir riefen sofort im Fine Art Departement an und erklärten den Sachverhalt und fragten, ob dies verboten sei und ob dies wirklich so teuer würde. Der Beamte dort sagte uns daraufhin, wenn diese nicht antik seien und zum ausüben der Religion benutzt würden, sei es überhaupt kein Problem. Wenn die Firma sich dann bei Ihnen melden würde, würden sie anhand von Bildern, die wir der Spedition übergeben haben, entscheiden, ob sie kontrollieren oder nicht. Und die Kosten würden lediglich etwa 500 Baht betragen. Also war klar, die Spedition bescheisst, und zwar ziemlich unverfroren. 

Erstens waren die noch gar nicht beim Zoll, und zweitens auch nicht auf dem Fine Art Departement. Die wollen einfach alles in die Länge ziehen und Lagergeld und sonst was raus schinden. Wir riefen deshalb die Firma an und sagten Ihnen, dass gemäss Fine Art Departement keine Probleme und Kosten entstehen und sie sollten jetzt doch endlich ihre Arbeit erledigen. In der Zwischenzeit waren zwei Wochen vergangen und ein glücklicher Umstand kam uns zu Hilfe. Die Schwester des Mannes einer meiner Schwägerinnen hat eine Tochter, die zusammen mit ihrem Mann im Hafen arbeitet. Also haben wir die besucht und ihnen unseren Fall erklärt. Er war etwas erstaunt, was wir schon alles unternommen und bezahlt hatten und sagte, dass dies nicht wirklich normal sei. 

Er werde am nächsten Tag mal den Container im Lager suchen und mit dem Spediteur Kontakt aufnehmen. Es sei offensichtlich, dass da abgezockt würde. Am nächsten Tag so um den Mittag rum, rief uns die Spedition an und erklärte, dass es unmöglich sei, den Container zu verzollen. Da wären zu viele Probleme, aber gerade sei jemand vom Hafen gekommen und habe ihnen gesagt, wie es eventuell doch gehen könnte, man melde sich wieder. In der Zwischenzeit informierte uns unser Bekannter und sagte, dass die Spedition bis jetzt wirklich noch gar nichts gemacht habe ausser den Container von der Reederei zu übernehmen. Er werde jetzt Druck machen um den Fall abzuschliessen. Allerdings sei es möglich, dass die Spedition noch einige Kosten geltend machen würde, dass wäre nicht unüblich. Und wir müssten wohl oder übel bezahlen. Am nächsten Tag informierte uns die Spedition, dass die Verzollung nun geklappt habe und wir nochmals einen Betrag zu überweisen hätten, da die Zollgebühren höher seien als angenommen. 

Nun, wir zahlten, denn wir wollten endlich den Container haben. Man versprach uns, alles zu unternehmen damit der Container am Mittwoch bei uns sei. Sie schicke mir noch die Rechnung für die Lagergebühren und die zusätzliche Miete für den Container, da der länger gebraucht wurde als im Transport vorgesehen. Klar, ich werde abgezockt, aber was soll ich machen, weiter diskutieren und noch länger warten und Lagergeld zahlen. Nein, sei`s drum, auch den Betrag noch überwiesen und nun alles vorbereitet für den Mittwoch. Aber denkste, das ging nun wieder nicht, aber Donnerstag der 16.Juli, das sei nun definitiv. 

Auch der Bekannte vom Hafen rief mich an und versicherte uns, am Donnerstag geht der Container aus dem Hafen und zu uns. Wenn wir möchten, würde er noch einige Hafenarbeiter mitschicken zum helfen beim Ausladen. Wir sollten dann dort dem Vorarbeiter des Teams etwas bezahlen. Am Donnerstagmorgen rief die Spedition an und bestätigte, heute Mittag fährt er weg. Wir sollen noch das Geld für die Packer überweisen. Wir haben der aber gesagt, Niet, die bekommen den Lohn nach dem Entlad direkt von uns, basta, sonst nehmen die nochmals was für sich. Um 14:00 Uhr bestätigte der Bekannte, der Zoll habe die Plombe entfernt, einen Augenschein genommen, pro forma das zuhinterst liegende Packstück, ein Koffer, schnell geöffnet und dann den Container raus gelassen. Er denke, dass nach Maximum 2 Stunden der LKW bei uns sei. Aber oha, so um 17:00 Uhr rief der Fahrer an, er habe sich verfahren und stehe in einer anderen Stadt und versuche nun den Weg zu finden. Geil, nicht, aber was solls. Mein Schwager fuhr ihnen entgegen und fand sie und begleitete den LKW nach Chachoengsao. 

Und dann eben um 19:00 Uhr war er da. Nachdem der Fahrer noch etwa 10 Minuten brauchte, den LKW vor unser Haus zu stellen, wo hat der nur Fahren gelernt, öffnete ich gespannt den Container. Und oh Freude, wie er in Binningen geladen wurde, genau so sah er aus. Nichts verrutscht oder umgefallen. Da hat Jean-Marie Muller mit seinem Kollegen Fouzi wirklich gute Arbeit geleistet und natürlich auch Reto, Jonny und Jacky, welche damals mitgeholfen haben. Danke nochmals an dieser Stelle dafür. Nun begann der Entlad, die gingen ran wie Blücher und ich hatte alle Hände voll zu tun, damit sie so ausluden, wie ich es haben wollte, nichts auf den Kopf stellen und oder sonstige Sachen. Und dazu musste natürlich eine erste Sortierung stattfinden, damit ich später nicht gar zu kompliziert haben würde, alles so zusammen zu stellen, damit ich alles wieder finde. Als Lager haben wir ein Haus in unserer Strasse gemietet, das gerade leer war. Für umgerechnet 85.00 Sfr. Pro Monat haben wir dies nun als Lager und können in aller Ruhe aussortieren, zusammen bauen und wenn nötig, noch Bekannte dort unterbringen, Platz und Schlafgelegenheiten hat es ja nun. Übrigens, auf der thailändischen Einfuhr stand dann lediglich: used personal effects, used shoes, used books und used kitchenware as pans, bowls, cooking pots, plates etc. Der ganze Rest wie Möbel, Fernseher, Staubsauger usw. nada, nada. Soviel zur schweren Arbeit der Spedition in Thailand. Nun, was soll es, ist ja mein letzter Umzug mit allem drum und dran. Sollte aus irgendeinem Grund nochmal ein solcher anstehen, nichts nehmen wir mehr mit. Anzünden und gut ist es. 

Was mich das ganze gekostet hat. Nun, ein 40 Fuss Container von Binningen bis Bangkok inklusive Versicherung: 3200.00 Sfr. Von Bangkok bis zu uns nach Hause 2200.00 Sfr. Dabei war der Transport mit dem LKW das günstigste mit etwa 300.00 Sfr. Der Rest alles Zoll, Gebühren und Lagergeld. Da ich aber von vornherein den Seetransport mit allem drum und dran schon länger mit 5000.00 Sfr. eingeplant hatte, ging die Rechnung letztendlich auf. 

Profitiert habe ich sicher vom momentanen schwachen Export, der die Preise in den Keller fallen liess. Nicht gerechnet natürlich die verbrauchten Nerven von uns beiden. Ich habe heute alles mal angeschaut und dabei nichts gefunden, dass kaputt gegangen ist. Also doch noch ein erfreuliches Ende der Geschichte.

Einige Bilder zu 'Der Container ist endlich da'...

Hochzeit auf Thailändisch

Hochzeit auf Thailändisch

05.07.2009 

Eine Nichte von Pratuang heiratet.

Am Sonntag den 05. Juli waren wir zur Hochzeit von Mem, einer Nichte von Pratuang eingeladen. Sie hat mich dabei gebeten, ob ich als Fotograf fungieren würde, was ich ihr zusagte. Der Beginn der Feier war, anders als bei uns üblich, bereits auf den frühen Morgen 08:00 Uhr festgelegt. Als erstes wird bei einer traditionellen thailändischen Hochzeitsfeier eine Zeremonie mit Mönchen im Haus abgehalten. Die Mönche wurden vom Vater der Braut abgeholt. Das grösste Zimmer war festlich heraus geputzt und geschmückt worden. Mit dabei ist bei solchen Feierlichkeiten auch ein Zeremonienmeister, meistens ein älterer Mann, den man engagiert, der die Rituale aus Überlieferungen kennt und so durch die ganze Festivitäten führt. Er weist dabei vor allem die Brautleute ein, wann sie was und wie sie es zu machen haben. 

 Nach längeren Gebeten und rituellen Abhandlungen, welche aber nicht immer so ernst daher kommen, wie man sich das aus unserer Sicht vielleicht vorstellen würde, wurde der erste Teil abgeschlossen, die Mönche wurden mit Speis und Trank bewirtet und anschliessend wieder zu ihrem Tempel zurück gebracht. Zwischendurch gingen die geladenen Gäste immer mal wieder schnell im daneben liegenden Nachbarshaus etwas essen, welches dort am laufenden Band gekocht wurde. Essen ist ja in Thailand eines der wichtigsten Dinge, man lässt so manches aus, aber wenn irgendwie möglich, nie ein Essen. So ist es auch eine Höflichkeitsformel, sich zur Begrüssung zu fragen, hast du schon gegessen " Gin Khao leo“ Inzwischen hatte nun die Familie des Bräutigams sich vorbereitet, um den Bräutigam zum Haus der Braut zu bringen. 

Symbole wie Bananenstauden und Blumen und Geschenke wurden zusammen gestellt und danach in einer kleinen Prozession und typischem Gesang zum Haus der Braut gebracht. Der Bräutigam durfte aber nicht einfach so in das Haus kommen. Er musste symbolische kleine Beträge an die schon im Haus anwesenden bezahlen und sich somit den Zutritt erkaufen. Danach begann dann der zweite Teil der Trauung. Und hier unterscheidet sich eine Hochzeit dann doch erheblich von unserer Vorstellung. Das Wichtigste scheint dabei, dies aus meiner Sicht, es muss etwas hermachen. Man muss zeigen was man hat und was man gibt. Da stand nun zürst mal eine Schale vor dem Brautpaar mit reichlich viel Geld und goldglänzendem Schmuck. Die Eltern des Brautpaares legen dann demonstrativ noch mehr dazu. Danach beginnt die Parade der Gäste mit den Spenden. Briefumschlag um Briefumschlag, natürlich mit dem Namen drauf, die sollen danach ja auch wissen, wer wie viel gegeben hat, wird nun an das Brautpaar übergeben und von denen mit einem kleinen symbolischen Geschenk verdankt. 

Das zwingt die Leute dazu, relativ grosszügig zu sein, auch wenn sich der eine oder andere das eigentlich gar nicht leisten kann. Auch die Hochzeitsfeier an sich ist ein Posten, der manche Familie dazu bringt, sich zu verschulden, denn eine kleine, einfache Feier, das geht nicht, was könnten den die Nachbarn denken. Also lieber Schulden machen, irgendwie wurstelt man sich dann schon durch. Nach dem Spendenmarathon begann dann die Feierlichkeit mit den traditionellen Ritualen. Eine schöne und farbenprächtige Feier, an der immer wieder die Eltern einbezogen werden. Und anschliessend auch alle Anwesenden, die dem Brautpaar etwas Weihwasser über die Hände leeren um ihnen Glück mit zu geben. Anschliessend folgt dann der obligatorische Fototermin, Brautpaar mit Eltern, mit Verwandten, Bekannten, Freunden und so weiter, alle wollen mal aufs Bild. Und dabei schaün alle so ernst drein, ein Phänomen, das ich hier immer wieder antreffe. Wenn ich jemanden frage, ob ich ein Foto machen darf, folgt ein ja, und sofort steht das Objekt in Achtungstellung da. Fast keine Chance auf ein lockeres Bild, wo mal ungezwungen gelächelt wird. Deshalb mache ich meistens am Schluss noch ein Bild, wenn die denken, ich sei bereits fertig, und bekomme dann eher mal ein gutes Bild. Anschliessend, es war nun beinahe Mittag erfolgte der Transfer zum Mittagessen, welches in einer nahe gelegenen Schule stattfand. 

In dieser Schule ist die Braut als Aushilfslehrerin beschäftigt und durfte deshalb dort das Essen abhalten. Wie in Thailand üblich, wurden Tische bestellt. Das heisst, man bestellt bei einem Restaurant ( Catering ) eine gewisse Anzahl Tische, mit im Durchschnitt 6 - 8 Stühlen pro Tisch und einem kompletten Essen, dass ist Reis mit mindestens 5 - 6 verschiedenen Gerichten, pro Tisch. zu einem Festpreis.Dazu Getränke und die Bedienung. Hier waren es etwa 25 Tische mit geschätzten 180 Gästen. Auch hier wurden zuerst wieder Fotos gemacht, vom Brautpaar, und dies unter einem Rosenbogen, und dann wieder jeder Mal zusammen mit dem Paar. Und auch jetzt kamen noch Gäste, welche es nicht früher geschafft hatten und übergaben den obligatorischen, rosafarbenen Umschlag. Nun wurde nun zum Essen gebeten. Das Brautpaar selbst hatte aber keine Zeit zum Essen, sie und die Eltern wurden nun auf eine Bühne gebeten und es wurden nochmals Grüsse und Dank an die jeweiligen Familien der Braut und des Bräutigams gerichtet. 

Braut und Bräutigam begaben sich nun auf einen Rundgang im Speisesaal um sich einzeln bei jedem für alles zu bedanken und nochmals ein Foto zu machen. Anschliessend wurde natürlich noch das unvermeidliche Karaoke in Gang gebracht und viele versuchten sich in einer thailändischen Lieblingsbeschäftigung mit meistens aber eher dürftigem Erfolg, was aber den Spass der Leute keineswegs schmälerte. Nach für unsere Begriffe sehr kurzer Zeit (eine knappe Stunde) war das Essen abgeschlossen und die Gäste verabschiedeten sich. Für mich war dies Mal eine etwas andere Hochzeitsfeier, die nicht mit feiern bei uns verglichen werden kann, aber trotzdem schön war. Ich hoffe, dass die Braut mit meinen Bildern zufrieden ist, denn wiederholen kann ich das Ganze ja nicht, wenn sie ihr nicht gefallen sollten. In der Zwischenzeit hat sie die Bilder abgeholt und war total zufrieden damit. Ich habe ihr einige ausgedruckt, den Rest kann sie sich selber drucken. 

Mehr Bilder dazu gibt es im Bilderarchiv. 

Neue Frontscheibe

Neue Frontscheibe

22.06.2009

Heute haben wir mal erlebt, wie schnell und gut hier eine Frontscheibe ersetzt wird.

Doch der Reihe nach. Nach dem Einkauf heute morgen bemerkte Pratuang, dass die Frontscheibe vorne links oben gerissen war. Ich dachte sofort, muss ein Spannungsriss sein, denn man sah nichts von einer eventuellen Fremdeinwirkung. Also sind wir am Nachmittag hin zur Nissan Vertretung, das ganze hat ja noch Garantie. Bei Nissan wurde uns dann folgendes gesagt. 

Dafür habt ihr ja eine Versicherung, die bezahlen das, einfach hingehen und anmelden. War mir zwar nicht ganz verständlich, warum ich das meiner Versicherung melden muss, wenn es doch unter Garantie fällt. Aber anstatt lange zu diskutieren, wir also hin zur Versicherung. Nach 2 Minuten kam ein Schadensinspektor mit Kamera und besah sich den Fall. Ein paar Fotos, nachge- schaut ob es auch unser Wagen ist, Fahrgestellnummer kontrolliert, noch einen 2ten Fall aufgenommen, einige Kratzer vorne rechts und nach weiteren ca., 20 Minuten kam Pratuang mit zwei Formularen raus, die uns berechtigen, die Frontscheibe und die Kratzer bei einer Garage, die mit der Versicherung zusammen arbeitet, reparieren zu lassen. Also ein Tempo wurde da vorgelegt, ich war schlicht sprachlos. Nun wollten wir natürlich ausprobieren, wie schnell nun das Wechseln der Frontscheibe gehen würde. Also dort hingefahren und gefragt. Es wurde uns gesagt, man habe sofort Zeit und es dauere etwa 40 Minuten. Also dann man los, Stoppuhr gestartet und los. Und ob man es glaubt oder nicht, nach 40 Minuten war alles erledigt. Und nach meinem Ermessen wurde da sauberste Arbeit abgeliefert. Man konnte dies allerdings schon absehen, wenn man die Werkstatt betrat. 

Sauber, geordnete Werkzeuge, ein eingespieltes Team, welches den Wagen vor Beginn der Reparatur genauestens untersuchte und fotografierte, und uns dann alle schon vorhandenen kleinen " Schäden" zeigte, bevor die dann los legten. Das nenn ich seriös. Nach der Reparatur dasselbe Prozedere nochmals inklusive Fotos. Nun ist unser Nissan fast wieder wie neu und ich habe ein gutes Erlebnis in Sachen Kundendienst gehabt. Ach ja, den Namen der Firma darf ich ruhig nennen: Thai Car Glass.

Die Bilder zu 'Neue Frontscheiben'...

Abflug nach Thailand

Abflug nach Thailand

31.05.2009 

Heute war der Tag der Abreise.

Meine Kinder brachten mich nach Zürich zum Flughafen. Abschied nehmen liebe ich gar nicht, und obwohl ich mit Freude nach Thailand fliege um Pratuang wieder zu sehen, ist es eben auch ein Abschied von unseren Kindern. Es ist zwar heutzutage nicht mehr so, dass man sich nun komplett aus den Augen verliert, Dank sei dem Internet und seinen Möglichkeiten, aber es ist doch ein Abschied, wenn auch nur auf Zeit. Nun ehrlich, ich war schon etwas traurig, aber ich weiss, dass meine Kinder uns das von Herzen gönnen und sie uns ja immer besuchen können, und auch wir sicher ab und zu Ferien in der Schweiz machen werden. Ich habe gehört, dass wir alle es aber überstanden haben, und nun ist wieder normaler Zustand. Den Flug von Zürich via Düsseldorf nach Bangkok habe ich mit Air Berlin gemacht. Und ich kann nur sagen, da war alles super. Ich habe mir diesmal einen Flug in der Business Class erlaubt, was bei dem attraktiven Preis aber durchaus ein lohnendes Erlebnis war.

 Ich bin total begeistert von dem, was diese Airline geboten hat. Freundliches Personal, gute Flugzeuge und bester Service gepaart mit sehr gutem Komfort in der Business Class. Ich denke, dass dies nicht die letzte Reise mit Air Berlin gewesen sein wird. Nach einem angenehmen Flug von knapp 11 Stunden ab Düsseldorf landete die Maschine pünktlich in Bangkok. Nach dem Passieren der Passkontrolle und dem Zoll, was sehr zügig von statten ging, erwartete mich Pratuang schon am Ausgang des Flughafens. Sie fuhr mich mit unserem Nissan nach Hause, und ich hatte so noch die Gelegenheit, etwas auszuruhen, bis wir dann zu Hause ankamen, wo schon einige Nachbarn auf uns warteten. 

Und schon war ich wieder voll dabei in unserer kleinen Strasse. Schon am Mittag brachte uns Mimi, unsere Nachbarin, Mittagessen, natürlich mein Lieblingsgericht, Khao man gai, und nachmittags hatte ich schon die erste Verpflichtung, Bud, einen Nachbarsjungen von der Schule abzuholen. Er wollte eigentlich die Schule schwänzen, um mich am Flughafen zu begrüssen, aber Pratuang hat ihm gesagt, er solle zur Schule gehen, dafür holen wir ihn dann ab. Ich lud ihn natürlich ein zum Einkaufen ein und er wünschte sich einen Besuch bei KFC, Chicken mit Pommes. Na ja, die Jungen sind da überall gleich. 

Nun, ich habe in der nächsten Zeit zu tun, mit dem reparieren unserer kleinen Strasse und dem jäten des Gemüsegartens. Da wächst wirklich alles, aber wie überall auch das Unkraut. Ich werde danach Bilder machen, was so alles gewachsen ist im letzten halben Jahr.

Die Bilder zu 'Abflug nach Thailand'...

Umzug und Abschied

Umzug und Abschied

26.05.2009

Nun ist es beinahe soweit.

Letzte Woche habe ich mit meine ehemaligen Arbeitskollegen im Elsass ein kleines Abschieds- festli gemacht. Im schönen Eschentzwiller auf dem Weiher haben wir grilliert und sassen dabei einige vergnügliche Stunden zusammen und schwelgten nochmals in der Vergangenheit, die dann ja immer nur schön erscheint. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter und genossen diese Stunden. Am Freitag wurde dann der Seecontainer angeliefert und ich begann mit den Vorbereitungen für den Belad. Einige gute Kollegen, Mümü, Alphonse,Jacky,Reto und John, haben mir ihre Hilfe zugesagt und kamen am Samstag vorbei und in etwa 5 Stunden war die Beladung unter der fachkundigen Leitung von Mümü ferig. Am Sonntagmorgen kamen er und Reto nochmals vorbei um den Abschluss der Ladung nochmals gut zu sichern. Am Samstag Abend feierten wir dann in unserem Garten noch mit unseren Nachbarn Abschied. 

Meine Kinder haben mir hier alle Arbeiten abgenommen so dass ich nichts zu tun hatte. Dafür danke. Es wurde gekocht, grilliert, europäische und thailändische Speisen aufgefahren,so alles, was das Herz begehrt. Ich denke, die Nachbarn haben es genossen und auch mir hat es gefallen. Auch hier konnten wir nochmals alte Zeiten auf- leben lassen und in Erinnerungen schwelgen. So kurz nach Mitternacht haben wir dann aufgeräumt und sind zufrieden auseinander gegangen. Nun sind nur einige Kleinigkeiten zu machen und dann gehts am nächsten Sonntag los. Ich melde mich dann wieder aus Thailand und halte euch auf dem laufenden.

Bilder zu: 'Umzug und Abschied'...

Familientreffen

Familientreffen

18.05.2009 

Am vergangenen Wochenende habe ich mit meinem Vater und meinen Geschwistern Abschied gefeiert.

Gleichzeitig haben wir noch die diversen Geburtstage gemeinsam mit einem Mittagessen begangen. Wir trafen uns in Arbon, unserer Heimatgemeinde am schönen Bodensee, zum Mittagessen. 

Alle meine Geschwister waren dabei, mit ihren Lebenspartnern und teilweise mit ihren Kindern. So hatten wir noch einmal Zeit, in Erinnerungen zu schwelgen und alte Zeiten aufleben zu lassen. Nach einem guten Essen und guten Gesprächen spazierten wir noch zum See. dem Lieblingsplatz unseres Vaters. Bei schönstem Wetter genossen wir da noch die schöne Aussicht, den herrlichen See und die frische Frühlingsatmosphäre. 

Ich habe diesen Tag wirklich genossen und kann so mit einigen schönen Erinnerungen nun in 14 Tagen abreisen. Und wir sind ja nicht ab der Welt. Verbunden via Internet, mit meiner Homepage und im extremen Fall auch per Flugzeug (dass sind ja nur 11 Stunden), sind wir schnell und bequem erreichbar, und auch wir können ja mal schnell in der Schweiz vorbei schauen. 

Also ich denke, wir sind nicht komplett weg, was es allen leichter machen soll und wird. Ich danke allen, die an diesem Sonntag dabei waren für die schöne Zeit und hoffe, dass wir via die oben genannten Kanäle in Verbindung bleiben. 

Ein paar Bilder zu 'Familientreffen'...

Mit Vollgas der Abreise entgegen

Mit Vollgas der Abreise entgegen

03.05.2009

Nun sind es nur noch vier Wochen bis zu meiner Abreise nach Thailand.

Pratuang ist bereits abgereist, um dort noch letzte notwendige Vorbereitungen zu treffen. Sie hat das Haus und den Garten in ordentlichem Zustand angetroffen. Unsere Nachbarin hat gut zu allem geschaut. Unser Vertrauen war also richtig und wurde belohnt. Hier haben wir noch unsere Wohnung total renoviert damit Martina eine schöne Wohnung übernehmen kann. Alle notwendigen Schritte sind erledigt, einzig der Belad des Seecontainers muss noch bewältigt werden. Dieser wird am 23.Mai beladen, unter Mithilfe einiger ehemaliger Arbeitskolle- gen. 

Da dies ja alle Belade - Profis sind, sollte das dann problemlos über die Bühne gehen. Diejenigen Sachen, die wir mitnehmen, sind sorgfältig verpackt und treffen dann hoffentlich unbeschädigt in Thailand ein. Dazu erstelle ich noch eine genaue Packliste, damit die Zollformali- täten ebenfalls problemlos über die Bühne gehen sollten. ( hoffe ich zumindestens ) Dann sind da noch einige Abschiedsfestli vorgesehen, an denen ich mich von Verwandten, Freunden und Kollegen verabschieden und bedanken kann. Und wie gesagt, wir sind ja nicht ab der Welt. Man kann uns problemlos besuchen und wir werden sicher mal Ferien in der Schweiz machen und dann euch wieder sehen können .

Mitten in den Vorbereitungen

Mitten in den Vorbereitungen

07.02.2009

Nun sind wir schon 2 Monate in der Schweiz.

Wir sind natürlich nicht untätig gewesen. Die Arbeiten für den definitiven Umzug sind jetzt voll im Gang. Dabei haben wir entschieden,doch einige Sachen mit nach Thailand zu nehmen. Also habe ich schon mal Kontakt mit einer Spedition aufgenommen, Zwecks Informationen für einen 20 Fuss Seecontainer. Den wollen wir mieten, um Teile unseres Haushaltes mitzunehmen. 

Viele Sachen haben wir ja schon und müssen diese dann nicht mehr kaufen. Der Transport ist im Moment erschwinglich, so dass wir uns dafür entschieden haben. Den Container werde ich so etwas in der 2ten Hälfte Mai, kurz vor meiner Abreise, auf den Weg schicken. Ich habe schon einige Kollegen organisieren können, die mir beim Belad des Containers helfen werden. Den Container stellt mir die Spedition freundlicherweise über ein Wochenende vor das Haus, so das wir genügend Zeit haben, alles gut zu verstauen. Im Moment sind wir also daran, zu entscheiden, was mitgeht, dass wird dann verpackt und in meiner Garage zwischen gelagert.

 Dazu führe ich natürlich eine genaue Packliste, damit dann später beim Zoll in Thailand alles klar deklariert ist und , so hoffen wir, dann alles problemlos eingeführt werden kann. Ich habe mich schon mal auf dem königlich thailändischen Konsulat schlau gemacht, und man hat mir bestätigt, dass gebrauchte Haushaltsgüter von thailändischen Staatsangehörigen Zollfrei eingeführt werden dürfen. Daumen drücken, dass dies dann gut abläuft. Umfragen unter Kolleginnen haben dies aber eigentlich bestätigt. Daneben sind wir mit dem ganzen Papierkram, der noch abzuwickeln ist, schon recht weit gekommen. Alles in allem scheint es keine Probleme mehr zu geben. Ich hoffe, dass es dabei bleibt. Pratuang wird etwa mitte März zurück nach Thailand gehen, um nach dem Haus zu schauen und eventuell notwendige Vorarbeiten zu erledigen. Ich dagegen muss wie gesagt noch etwa bis ende Mai warten, und werde dann, wenn alles definitv geregelt ist, nach Thailand übersiedeln. 

Bei Telefongesprächen mit unseren Nachbarn in Chachoengsao können wir feststellen, dass dort alles ok ist und sie sich wirklich gut um unser Haus und den Garten kümmern. Der Garten soll in voller Blüte stehen und es könne täglich Gemüse geerntet werden, was ja der Sinn des Gartens ist, deshalb habe ich ihn ja noch angelegt vor unserem Abflug. Ich freue mich schon sehr, wenn ich denn endlich wieder dort bin. Wärme und Sonne, dies alles fehlt mir schon. Obwohl es seit Beginn dieses Jahres für thailändische Verhältnisse sehr kühl ist, da wurden in Bangkok zum Beispiel mal 14, 3 ° gemessen, und das in einem tropischen Land, für Thais natürlich nicht gerade toll, haben doch Häuser dort keine Heizungen. Zurückzuführen ist das auf Wettereinflüsse aus China. Dafür soll angeblich dann der Sommer extrem heiss werden. Na ja , dass Wetter scheint auf der ganzen Welt nicht mehr so richtig zu funktionieren. 

Nun, ich melde mich wieder, wenn hier alles erledigt ist und meine Abreise bevorsteht. Danach hoffe ich, dass ich wieder regelmässig berichten kann, wie es uns in der neuen Heimat so geht.