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Sonntag, 20.05.2012

Seit 20 Tagen in der Schweiz

25.12.2008

Nun sind wir schon seit 20 Tagen in der Schweiz.

Der Rückflug am 04.Dezember war aus bekannten Gründen nicht gerade ein Vergnügen. Wie beschrieben, fuhren wir am sehr frühen Morgen des 4ten Dezembers von Chachoengsao nach Bangkok ins Dusit Thani Hotel. Wir waren zu früh dort und schliefen noch etwas in den Stühlen der Hotellobby. 

Um 08:00 Uhr konnten wir dann an einem provisorisch aufgebauten Schalter im Hotel einchecken. Das Check-in war für den Bus Transfer von Bangkok nach Chiang Mai vorgesehen. Die Abfahrt der Busse verzögerte sich aber um beinahe anderthalb Stunden, weil nicht alle Passagiere pünktlich zum einchecken ankamen. Als dann alle aufgetaucht waren, bestiegen wir zwei Busse, welche von Swiss gechartert waren für die Fahrt. Es ging los, quer durch Bangkok und dann in nördlicher Richtung. Vorbei am Flughafen Don Müang, wo gerade eine der ersten Maschinen startete. Die erste Hälfte der Strecke kannte ich bereits gut von eigenen Fahrten, die wir unternommen haben. In der Provinz Chainat gab es dann die erste Pause mit Mittagessen. Nach einer kleinen Reparatur am einen Bus ging es weiter nach Norden. Nach einem zweiten Halt mit Kaffepause ging es dann bis zur Enddestination Chiang Mai. Nach rund 10 Stunden trafen wir am Flughafen ein. 

Schon ziemlich müde mussten wir noch etwa eine Stunde warten, bis wir einchecken konnten. Es herrschte eine fast gespenstige Ruhe auf dem Flughafen. Eine einzige Maschine kam an von Bangkok. Alle anderen Flüge waren noch immer annulliert. Und auf der Anzeigetafel waren nur zwei internationale Flüge aufgeführt. Der Flug von Swiss um Mitternacht und ein Flug von China Air um 04:00 nach AMS. Sonst nichts….. Nach dem einchecken, welches sehr zügig vonstatten ging, Kunststück bei so wenig Passagieren, warteten wir dann sehnsüchtig auf unsere Maschine. Sie kam relativ pünktlich und wir konnten endlich an Bord. Die Maschine war nicht ganz voll. Dann die Ansage des Captain`s. Verspätung um ca. 90 Minuten, da in Chiang Mai nicht genug grosse Tanklastwagen stehen. Um unsere A340 zu tanken musste also der kleine Tankwagen mehrmals fahren. Naja, dass spielte eigentlich auch keine Rolle mehr, zumal der Captain uns sagte, das auf dem Flug gutes Wetter herrsche und man die Verspätung zu einem grossen Teil einholen könne. Um 01:30 Thailandzeit startete dann unsere Maschine und hob elegant von Chiang Mai ab. Noch ein letzter Blick aus dem Fenster auf unsere “neue” Heimat und dann gab es Essen, und kurz darauf fiel ich sofort in einen ruhigen Schlaf. Nach etwa 7 Stunden erwachte ich dann, nicht richtig ausgeruht, aber mit der Gewissheit, dass wir relativ pünktlich in Zürich ankommen würden. Um 06:20 landeten wir in der Schweiz bei kaltem und unfreundlichem Wetter. 

Unsere Tochter holte uns ab und brachte uns nach Binningen. Ein etwas komisches Gefühl nach über 7 Monaten Thailand. Zwar schön, wieder unsere Kinder zu sehen und Kollegen und Freunde. Aber bei mir stellte sich schnell der Wunsch ein, ich möchte wieder nach Thailand zurück. Diese sieben Monate haben meine Absicht bestärkt, dorthin aus zu wandern um die zweite Hälfte unseres Lebens dort zu verbringen. Daran konnten auch die letzten 10 Tage mit den politischen Problem des Landes nichts ändern. Zumal wir persönlich deswegen keine Probleme bekommen haben. Mit Schnupfen und Erkältung ging es dann in den ersten Tagen ruhig zu und her. Angewöhnen, Zeitverschiebung, Wetter usw., aber wir haben uns schnell wieder eingelebt. Aber die Gewissheit, wir gehen im Frühling wieder zurück nach Chachoengsao ist da und ich habe bereits begonnen, alle notwendigen Schritte zu organisieren, damit bei dem definitiven Abschied aus der Schweiz alles im Guten geregelt sein wird. Viel Papierkram ist da zu erledigen, Verträge sind zu künden, nichts sollte vergessen werden, unsere Leibrente muss abgeschlossen werden und und und und….. Dazwischen immer wieder Besuche bei Verwandten und Bekannten, viel erzählen über unsere Zeit und unsere Pläne, auch immer wieder erklären, ja , wir gehen zurück, und nein, wir haben keine Angst, und alles im Bereich des Möglichen ist berücksichtigt. 

Und es war wirklich nie gefährlich. Unsere Nachbarn hüten unser Haus mit vollem Einsatz und kümmern sich um den Garten. Sie berichten uns, dass dort schon viel gewachsen ist und dass sie den Garten noch etwas vergrössert hätten. Und sie würden mit Sehnsucht warten, bis wir wieder kommen. Das ist doch ein schönes Gefühl, es sagt uns, wir sind dort willkommen. Nun, heute ist Heiligabend und wir feiern im Kreise unserer Kinder und Enkel. Es ist die wahrscheinlich letzte Weihnachtsfeier in der Schweiz, ausser wir würden mal Ferien in der Schweiz über Weihnachten machen. Das kann ich aber jetzt wirklich nicht sagen, nach dem Motto “schaun mer mal…”. 

Ich habe in der nächsten Zeit noch viel um die Ohren, aber das erledigen wir zwei gemeinsam und wir freuen uns bereits auf die Zeit in unserer neuen Heimat.