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Sonntag, 20.05.2012

Loi Krathong ลอยกระทง in Chachoengsao

13.11.2008

Auf Thai ( ลอยกระทง ) ist das Lichterfest, das in Thailand landesweit am Tag des Vollmonds im zwölften Monat des traditionellen thailändischen Mondkalenders gefeiert wird.

Es fällt üblicherweise in den November. Loi bedeutet schwimmen oder schweben, Krathong ist ein kleines Floß, das typischerweise aus einem Teil des Strunks der Bananenstaude gefertigt wird. Neuerdings gibt es allerdings auch Flösschen aus Schaumpolystyrol und solche aus Brotteig, die sich nach einer gewissen Zeit umweltfreundlich auflösen und auch noch den Fischen Nahrung bieten. 

Das so gestaltete Floss wird mit den Bananenblättern, Blumen, Kerzen und Räucherstäbchen geschmückt. Das Fest stammt vermutlich aus Indien als ein Hindufest als Danksagung an die Gottheit des Ganges mit schwimmenden Laternen gefeiert wird, die das ganze Jahr lebensspendend wirken sollen. Die schwimmenden Flöße haben die Bedeutung, allen Ärger, Groll und alle Verunreinigungen der Seele loszulassen, so dass das Leben neu von einer besseren Warte aus begonnen werden kann. Die Thais machen sich mit Verwandten oder einer größeren Gruppe von Freunden auf, im Sinne eines Volksfestes wird auf den Straßen reichlich gegessen und getrunken. Das Wässern der Flösschen ist auch besonders bei jungen Paaren beliebt, die damit auch ihre Zusammengehörigkeit unterstreichen. Die Tradition des Loi Krathong begann in Sukhothai und wird heute im ganzen Land gefeiert, wobei die Festlichkeiten in Chiang Mai und Ayutthaya besonders bekannt sind. 

In Chiang Mai lässt man hunderte kleiner Heissluftballons in den nächtlichen Himmel steigen. (habe mir erlaubt oben angeführte Infos aus Wikipedia zu nehmen) Dieses Jahr fiel das Datum auf den 12. November. Wir hatten schönes Wetter, etwas windig zwar, was das anzünden der Kerzen erschwerte. Aber es schien, als sei ganz Chachoengsao auf den Beinen. Am Fluss, Maenam Bang Pakong, der durch die Stadt fliesst, wurden schon seit Tagen Stände aufgebaut, Installationen für Theater und Musik errichtet und auf dem Fluss selbst Vorkehrungen getroffen, damit das Fest schön wird. So gegen fünf Uhr Nachmittags fuhren wir dann mit einigen Nachbarn zum Fluss. Am Eingang zum Gelände waren bereits die ersten Garküchen in Betrieb, und an speziellen Ständen wurden alte Traditionen aus dem Land gezeigt, wie Seide weben, Bilder und Skulpturen machen, usw. Ein wirklich interessanter Einblick.

 Den Strassen entlang standen dann die Verkäufer von Krathongs, deren Preis je nach Grösse und Schönheit von 20 Baht bis in die hunderte gingen. Auch sah man relativ viele Thais in traditionellen Kleidern, übrigens sehr schönen Kleider, die leider heute nicht mehr sehr oft getragen werden auf diesem Fest. Ich habe natürlich auch ein Krathong erworben und es zusammen mit dem von Pratuang dann dem Fluss übergeben, nicht ohne vorher alle unsere Sorgen und Wünsche auf das Krathong zu packen. Es ist schon schön zu sehen, wie die unterschiedlichsten Leute, unabhängig von Stand und Rang, an diesem Tag dieses Fest zelebrieren und ihre Krathongs dem Fluss übergeben. Aber daneben gehört natürlich dann wie immer und überall in Thailand, ausgiebiges Essen und Spass haben, etwa bei Aufführungen von alten Theaterstücken, dabei sind die Schauspieler in wirklich schönen und teilweise sehr alte Kostüme gekleidet. 

Überall sassen Leute und assen, tranken und hatten „ sanuk“, denn ohne das geht es hier in Thailand einfach nicht. Und Spass haben sie an praktisch allem, vorab wie gesagt an Essen und trinken, Musik hören, dies allerdings meistens in sehr grosser Lautstärke, so das man öfters sein eigenes Wort nicht versteht, macht aber hier nichts, man hat sanuk dabei. Um 21:00 Uhr stieg dann ein grosses Feuerwerk gen Himmel, welches sich sehr schön im Fluss spiegelte. Alles in allem ein schönes Fest für mich, ich habe es zum ersten Mal erlebt. 

Da aber jede Provinz dieses Fest etwas anders begeht, werden wir nächstes Jahr nach Sukothai fahren, dort wo der Ursprung des Festes in Thailand ist. Man sagt, es wäre das schönste aller Loi Krathongs. Nun, wir werden es dann sehen.